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FLÜCHTLINGSKRISE: Berset setzt sich für Rohingya-Rückkehr ein

Bundespräsident Alain Berset hat sich auf seiner offiziellen Bangladesch-Reise für den Plan des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Annan ausgesprochen.

Alain Berset weilte gestern im Rahmen seiner Bangladesch-Reise im Bezirk Cox’s Bazar im Südosten des Landes, wo sich viele Rohingya-Flüchtlinge aufhalten. Er stattete dabei einem Spital einen Besuch ab, das dank der Hilfe aus der Schweiz besser ausgerüstet wurde.

Im Flüchtlingslager von Kutupalong, im gleichen Bezirk, hat Berset laut dem Departement des Innern Flüchtlinge getroffen, die un­ter schwierigen Bedingungen leben. Er erkundigte sich nach ihren Problemen und Befürchtungen.

Rohingya sollen Staatsbürgerschaft erhalten

Berset sprach sich vor Ort für den Plan des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Annans aus. Dieser sieht vor, dass die geflüchteten Angehörigen der Rohingya-Minderheit nach Myanmar zurückkehren sollen. Berset betonte, dass die Rückkehr freiwillig und unter sicheren Umständen erfolgen solle. Berset traf sich laut EDI auch mit Mitarbeitern von Schweizer Hilfswerken, die sich in der Region sehr stark engagieren. Im Oktober hatte Annan den UNO-Sicherheitsrat dazu aufgerufen, mit Myanmar eine Lösung in der Flüchtlingskrise zu finden. Eine Kommission unter Leitung Annans hatte Ende August einen Bericht zur Lage der Minderheit in der myanmarischen Provinz Rakhine veröffentlicht. In der von der Regierung selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert das Gremium dazu auf, den Rohingya mehr Rechte zuzugestehen, darunter das Recht auf die Staatsbürgerschaft. Fast 700000 Rohingya sind seit dem Sommer letzten Jahres aus ihrer Heimat in der myanmarischen Provinz Rakhine ins Nachbarland Bangladesh geflohen. Auslöser war eine Offensive der Armee Myanmars.

Bersets Reise in Bangladesh dauert vier Tage. Es ist der erste Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten seit der Unabhängigkeit im Jahr 1971. (sda)

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