«Fieber wird steigen»

Statt Vorfreude herrscht in der Schweiz zurzeit der Euro-Blues, weshalb?

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Benedikt Weibel Euro-Delegierter des Bundes

Benedikt Weibel Euro-Delegierter des Bundes

Statt Vorfreude herrscht in der Schweiz zurzeit der Euro-Blues, weshalb?

Es ist ein wenig die Schweizer Art, im Vorfeld ausgiebig das Haar in der Suppe zu suchen. Ich bin aber sicher, dass das Euro-Fieber mit dem Anpfiff des ersten Spiels am 7. Juni um sich greifen wird. Jetzt ist die Euro für viele noch zu abstrakt.

Ärgern sie sich ab den Nörgeleien rund um den Anlass?

Diskussionen und Skeptiker gehören zu jedem Grossanlass. Es kommt mir vor wie bei der Einführung des neuen Fahrplans: Im Vorfeld erwarteten alle den GAU und dann ging doch alles glatt.

Hat es die Schweiz wirklich nötig, ihr Image mit 12,5 Millionen Franken aufzubessern?

In puncto Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit ist die Schweiz vorbildlich. In den Bereichen Freundlichkeit und Herzlichkeit können wir aber sicher noch zulegen. An der Euro erhalten wir dazu eine einmalige Chance.

Werden sie persönlich Spiele besuchen?

Ich habe diesen Job nicht angenommen, um möglichst viele Spiel zu sehen. Vielleicht reicht es aber für den Final in Wien.

Haben sie es je bereut, diesen Job angenommen zu haben?

Nein, dieses Angebot war und ist ein Geschenk des Himmels. Eine Erfahrung, die man im Leben nur einmal machen kann und vielleicht auch nur einmal machen sollte. (kaf)

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