Farbanschlag auf Konsulat

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Demonstrationen Landauf, landab sind am 1. Mai mehrere Tausend Menschen für die Arbeiterrechte auf die Strasse gegangen. Die grösste Feier fand in Zürich statt. Sie verlief insgesamt friedlich. Die Polizei meldete nur kleinere Schäden.

Unter den 12000 Demons­tranten befanden sich über 500 Anhänger des Schwarzen Blocks. Die zum Teil vermummten Personen zündeten Petarden und Knallkörper. Entlang der Umzugsroute kam es auch zu mehreren Farbanschlägen und Sprayereien, darunter auf die Fassade des Rathauses am Limmatquai. Laut Medienberichten wurde auch das türkische Konsulat mit Farbbeuteln beworfen. Angeführt wurde der Umzug vom 1.-Mai-Komitee und dem Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich mit einem Transparent mit dem diesjährigen Motto «Gesundheit vor Profit». Die Gewerkschaften flankieren so den Abstimmungskampf gegen die Privatisierungen des Kantonsspitals Winterthur und der Integrierten Psychiatrie Winterthur. Hauptredner war der Waadtländer Staatsrat Pierre-Yves Maillard.

Sommaruga besucht Baustelle

In Bern marschierten mehrere Hundert Menschen für die Arbeitsrechte. Dort äusserte sich Vania Alleva, die Präsidentin der Gewerkschaft Unia. Der Wert der Arbeit – ob bezahlt oder ­unbezahlt – sei dringend anzuerkennen, sagte sie. Auch in der Schweiz gebe es zunehmend soziale Unsicherheit, extreme Ungleichheit und vermehrt Diskriminierungen. Verantwortlich für die Ursachen machte sie eine ihrer Ansicht nach falsche, bürgerliche Politik. In Basel zogen rund 2000 Demonstrierenden mit Fahnen und Transparenten vom Messe- zum Barfüsserplatz. Angeführt wurde die Demonstration vom Revolutionären Bündnis. Dieses hatte im Vorfeld die Spitze des Zuges «beansprucht» und Kritik am «rot-grünen Establishment» geäussert. SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga besuchte am Tag der Arbeit Arbeitnehmende auf dem Bau. Sie fuhr am Montag nach Sitten und besichtigte die Baustelle des Campus Energypolis. Dabei sprach sie mit Bauarbeitern über deren Arbeitsbedingungen. (sda)