FACEOFF: Olympia-Kandidatur lanciert

Die Kandidatur für olympische Winterspiele in der Westschweiz ist offiziell lanciert. Gestern startete das Komitee «Sion 2026» auf dem Bundesplatz seine Kampagne.

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Didier Défago, Stéphane Lambiel, Mike von Grünigen, Fanny Smith und weitere aktive oder ehemalige Sportler warben gestern vor dem Bundeshaus für die Westschweizer Kandidatur. Auch Politiker aus den Kantonen Wallis, Waadt, Bern und Freiburg weibelten für den «27. Kanton der Schweiz».

Unter dem Motto «Sion 2026. Die Winterspiele im Herzen der Schweiz» bewirbt sich das Wallis bereits zum vierten Mal für Olympische Winterspiele – die bisherigen Kandidaturen von 1976, 2002 und 2006 fanden beim Internationalen Olympischen Komitee (IOK) allerdings kein Gehör.

Graubünden macht es vor

Erfolgreicher war in der Vergangenheit der Kanton Graubün­- den. 1928 und 1948 wurden in St. Moritz die einzigen je in der Schweiz durchgeführten Winterspiele ausgetragen. Und auch diesmal steigt der Kanton mit der Kandidatur «Graubünden und Partner» ins Rennen. Vorgesehen sind auch ausserkantonale Austragungsorte in Kloten, Einsiedeln und Engelberg. Zwei weitere überregionale Bewerbungen, «Switzerland 2026» und «2026. Games for our future» wurden ins Westschweizer Projekt integriert. Der Exekutivrat von Swiss Olympic entscheidet am 7. März, ob eines der beiden Projekte als Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 lanciert wird. Der Beschluss muss danach noch vom Sportparlament, dem höchsten Organ von Swiss Olympic, ratifiziert werden. Über die definitive Vergabe der Spiele entscheidet das IOK aber voraussichtlich erst 2019. (sda)