Experten schlagen 38 Massnahmen vor

Drucken
Teilen

Kostensenkung 14 in- und ausländische Experten schlagen insgesamt 38 Massnahmen vor, wie die Landesregierung die Kosten im Gesundheitswesen senken könnte. Über einen Drittel davon hat sie laut Alain Berset bereits entschieden, einige werden schon umgesetzt. Dazu gehört das Verfahren der Ärztezulassung, die regelmässige Überprüfung der Medikamentenpreise oder die Erarbeitung einer Liste von Behandlungen, die nur ambulant durchgeführt werden dürfen. Die Regierung will nächsten Frühling über die neuen Massnahmen befinden. Bis dahin hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zeit, Vorschläge auszuarbeiten. Die Landesregierung hat dem BAG Leitlinien mit auf den Weg gegeben. Sie erwartet, dass alle Akteure zur Dämpfung des Kostenwachstums beitragen, womit in erster Linie die Ärzteschaft angesprochen ist. Der Bundesrat kündigt denn auch bereits an, weiter von seinen Kompetenzen Gebrauch zu machen, sollten sich die Tarifpartner nicht auf sachgerechte Lösungen einigen können.

Neue Ideen, die nun geprüft werden, sind die Schaffung einer ersten Anlaufstelle für Versicherte und einer unabhängigen Rechnungskontrollbehörde oder Beschränkungen bei den Zusatzversicherungstarifen. Einige Vorschläge haben im Parlament bereits Schiffbruch erlitten, etwa das obligatorische elektronische Patientendossier. Weiter ver-folgt wird laut Berset die Idee eines Experimentierartikels, um innovative Projekte zu fördern. In diesem Rahmen sollen Möglichkeiten zur Eindämmung des Kostenwachstums getestet werden. (sda)