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Kommentar

EU und Trump: Es ist eine heisse Wette

Remo Hess aus Sofia über die EU, die sich gegen die US-Politik wehrt.
Remo Hess
Remo Hess. | Bild: PD

Remo Hess. | Bild: PD

Hätscheln und Tätscheln hat nichts gebracht. US-Präsident Donald Trump zieht unbeirrt sein Ding durch, egal was seine transatlantischen Partner davon halten mögen. Nun versucht man es auf eine andere Art und setzt zumindest im Fall des Atomabkommens mit Iran ebenfalls auf Konfrontation. Mit der Anwendung des Abwehrgesetzes will sich die EU offen dem Willen Trumps und seinen Sanktionen gegen Teheran widersetzen. Es ist das Zeichen: Wir lassen uns diesen Umgang nicht bieten.

Der US-Präsident gilt als unberechenbar und impulsiv. Gut möglich, dass er sich durch die Europäer provoziert fühlt und die Eskalationsschraube weiter anzieht. Wer weiss, was ihm noch so an Zumutungen einfällt. Die EU andererseits riskiert mit dem Einsteigen auf Trumps Konfrontationslogik, dass sie sich nur schwer ohne Gesichtsverlust aus der Sache ziehen kann.

Doch wenn europäische Firmen tatsächlich vor die Wahl gestellt werden, entweder auf dem iranischen oder dem amerikanischen Markt tätig zu sein, dürfte die Entscheidung in den allermeisten Fällen schon gefallen sein. Insofern handelt es sich um eine stumpfe Waffe. Was die EU hier an Drohkulisse aufbaut, läuft kaum auf mehr als eine heisse Wette hinaus.

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