Bundesratswahlen

Erfahrungen auf allen Stufen: die klassische Poltikarriere von Karin Keller-Sutter

Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) absolvierte bisher eine klassische Politkarriere und sammelte Erfahrungen auf allen Stufen.

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Karin Keller-Sutter sagt Ja zu Bundesrats-Kandidatur: «Stelle mich gerne zur Verfügung» Seit Bundesrat Johann Schneider-Ammann seinen Rücktritt per Ende Jahr, ist sie die Kronfavoritin für das Amt. Nun ist klar: Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter will Bundesrätin werden.
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Bereits vor ihrer Bekanntgabe galt KKS, wie sie kurz genannt wird, als Kronfavoritin.
Karin Keller-Sutter
Keller-Sutter blickt auf eine lange politische Karriere zurück: Mit 29 schaffte sie es in den Wiler Gemeinderat, mit 33 wurde sie in den Kantonsrat gewählt, mit 36 folgte der Sprung in die Kantonsregierung, mit 47 in den Ständerat.
Keller-Sutter ist in der Wirtschaft und im Gewerbe gut vernetzt. Bild von der Generalversammlung des Arbeitgeberverbands 2018.
Keller-Sutter ist diplomierte Dolmetscherin und Tochter eines Wirtepaars.
Aktuell präsidiert sie die kleine Kammer.

Karin Keller-Sutter sagt Ja zu Bundesrats-Kandidatur: «Stelle mich gerne zur Verfügung» Seit Bundesrat Johann Schneider-Ammann seinen Rücktritt per Ende Jahr, ist sie die Kronfavoritin für das Amt. Nun ist klar: Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter will Bundesrätin werden.

GIAN EHRENZELLER

Die 54-jährige Karin Keller-Sutter stammt aus der CVP-Hochburg Wil (SG), politisiert aber für die FDP. Von 1992 an sass sie acht Jahre im Wiler Gemeindeparlament und präsidierte es 1997.

Nach vier Jahren im St. Galler Kantonsrat kandidierte Karin Keller-Sutter im Jahr 2000 für die Regierung und holte den zuvor an die SP verlorenen Sitz für die FDP zurück.

In ihrer zwölfjährigen Regierungszeit schaffte sie es mit den Themen Asyl und Hooligans regelmässig in die nationalen Medien. In ihrem Departement - Sicherheit und Justiz - initiierte sie unter anderem Massnahmen gegen häusliche Gewalt, setzte eine Justizreform und eine Reorganisation der Kantonspolizei um.

2010 trat sie als St. Galler Regierungsrätin nach dem Rücktritt von Hans-Rudolf Merz zu den Bundesratswahlen an, scheiterte aber im zweitletzten Wahlgang an Johann Schneider-Ammann und Jean-François Rime (SVP), die danach den Sitz unter sich ausmachten.

2011 wurde Karin Keller-Sutter neben Paul Rechsteiner (SP) als St. Galler Vertreterin in den Ständerat gewählt und vier Jahre später bestätigt. Seit Dezember 2017 präsidiert sie den Ständerat.