Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Entsorgung radioaktiver Abfälle kostet nach neuen Schätzungen mehr

Die Entsorgung von radioaktiven Abfällen aus der Forschung, der Medizin und der Industrie kostet nach neuen Schätzungen fast doppelt so viel wie noch vor drei Jahren angenommen. Derzeit wird mit Kosten von 2,5 Milliarden Franken gerechnet.
Transport- und Lagerbehälter für hochradioaktive Abfälle stehen im Behälterlagergebäude im Zwischenlager ZWILAG in Würenlingen im Kanton Aargau. Die Behälter enthalten verglaste Abfälle aus den Wiederaufbereitungsanlagen und ausgediente Brennelemente aus den schweizerischen Kernkraftwerken. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Würenlingen, 9. November 2010))

Transport- und Lagerbehälter für hochradioaktive Abfälle stehen im Behälterlagergebäude im Zwischenlager ZWILAG in Würenlingen im Kanton Aargau. Die Behälter enthalten verglaste Abfälle aus den Wiederaufbereitungsanlagen und ausgediente Brennelemente aus den schweizerischen Kernkraftwerken. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Würenlingen, 9. November 2010))

(sda) Der Bundesrat nahm die neue Schätzung am Freitag zur Kenntnis. 2015 war man noch von Kosten von 1,4 Milliarden Franken ausgegangen. Dabei seien aber schon erfolgte Ausgaben für die Konditionierung und die Zwischenlagerung der Abfälle nicht vollständig berücksichtigt worden, schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Auf der Kostenseite schlägt vor allem das künftige Tiefenlager für radioaktive Abfälle zu Buche - 1,2 Milliarden der Entsorgungskosten entfallen auf die Tiefenlagerung. Ein Teil fällt erst an, wenn ab 2070 die erste Betriebsphase des Tiefenlagers endet.

Rund eine Milliarde der 2,5 Milliarden bezahlen Bund und ETH-Bereich. Ein Teil wird erst anfallen, wenn die erste Betriebsphase des Tiefenlagers ab 2070 endet. Ein Teil wird durch Gebühren der Abfallverursacher finanziert.

Die Schätzungen zeigten zudem, dass der Bundesanteil an den jährlichen Kosten der zur Finanzierung der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) im Vergleich zum Anteil der AKW-Betreiber zu tief ist und angepasst werden muss. Eine neue Kostenschätzung bestellte der Bundesrat für Ende 2023.

Der Bund ist verantwortlich für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen aus Medizin, Industrie und Forschung, die beispielsweise in Forschungseinrichtungen und Spitälern anfallen. Sie sollen dereinst zusammen mit den Atomabfällen aus den AKW in einem Tiefenlager entsorgt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.