Emmentaler: Löcher im Umsatz

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Handel Die Schweizer Käsebranche hat im ersten Halbjahr 2017 leicht weniger exportiert als im Vorjahr. Vor allem die bekannten Sorten hatten einen schweren Stand. Emmentaler, Gruyère und Appenzeller Käse konnten ihre Marktposition nicht ausbauen. Grosser Verlierer war der Emmentaler mit einem Exportrückgang von 509 Tonnen oder 8,9 Prozent. Allein im Hauptabsatzmarkt Italien wurden 300 Tonnen weniger verkauft. Der Konkurrenzkampf sei sehr gross, heisst es bei Switzerland Cheese Marketing. So stammten zum Beispiel nur zehn Prozent des weltweit verkauften Emmentalers aus der Schweiz. Wegen der höheren Produktionskosten und des starken Frankens sei das Schweizer Produkt fast doppelt so teuer wie die Konkurrenz. Insgesamt gingen die Exporte um rund 77 Tonnen oder 0,2 Prozent auf rund 31900 Tonnen zurück. Entsprechend sanken die Gewinne der Käsebranche um 0,9 Prozent auf 265 Millionen Franken. Die Importe nahmen hingegen zu, auch dank des starken Franken. Deutschland (8297 Tonnen) lieferte 18,4 Prozent mehr Käse. Am meisten kauften die Schweizer allerdings immer noch Produkte aus Italien (10325 Tonnen, +1,3 Prozent), gefolgt von französischen Sorten (6482 Tonnen, +9,1 Prozent). (sda)