EINREISEVERBOT: USA drohte Swiss mit Landeverbot

Eine iranische Forscherin der ETH Lausanne hätte in der vergangenen Woche mit der Swiss nach Boston fliegen sollen. Ihr wurde jedoch die Einreise von den US-Behörden verweigert. Die USA drohte der Swiss mit einer Busse und Landeverbot, hätten sie die Forscherin trotzdem mitfliegen lassen.

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Die USA drohten der Swiss mit Entzug der Landeerlaubnis, falls die Fluggesellschaft eine iranische Forscherin hätte mitfliegen lassen. (Bild: Keystone)

Die USA drohten der Swiss mit Entzug der Landeerlaubnis, falls die Fluggesellschaft eine iranische Forscherin hätte mitfliegen lassen. (Bild: Keystone)

Die Forscherin hätte an der renommierten Harvard Universität arbeiten sollen und besass ein gültiges US-Visum. Der Iranerin wurde jedoch - wegen des Dekrets von US-Präsident Trump - die Einreise verweigert. Laut ihrer Klageschrift, die an einem Gericht in Boston hinterlegt ist, hatte ihr am 28. Januar ein Mitarbeiter des US-Konsulates in Frankfurt das Boarding der Swiss-Maschine untersagt. Das berichtet das amerikanische Magazin "Politico".

Drei Tage später versuchte die Wissenschaftlerin ab Zürich in die USA zu reisen. Die amerikanische Zollbehörde zwang die Swiss jedoch, die Iranerin nicht an Bord zu lassen. Weiter drohten die USA, der Maschine keine Landeerlaubnis zu erteilen, falls die Forscherin trotzdem mitfliegt. Zudem hätte sie die Fluggesellschaft mit einer Busse von 50'000 Franken belegt. (red.)