Einheitliche Regeln für Stipendien

BERN. Der Bundesrat will mit einem indirekten Gegenvorschlag zur Stipendien-Initiative die Harmonisierung im Stipendienwesen unter den Kantonen beschleunigen.

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BERN. Der Bundesrat will mit einem indirekten Gegenvorschlag zur Stipendien-Initiative die Harmonisierung im Stipendienwesen unter den Kantonen beschleunigen. Erreichen will er dies, indem er Bundesbeiträge für die Stipendien nur noch an jene Kantone ausrichtet, die sich an das interkantonale Stipendienkonkordat halten. Dieses legt Mindeststandards fest. Heute geniessen die Kantone eine grosse Freiheit bei der Gewährung von Ausbildungsbeiträgen an Studenten, was zu den grossen Unterschieden zwischen den Kantonen führt. Die Initiative des Verbandes Schweizer Studierendenschaften verlangt, dass der Bund die Verantwortung für die Stipendien übernimmt. Diese Kompetenzverschiebung lehnt der Bundesrat ab, weil er zusätzliche Kosten für den Bund von einer halben Milliarde Franken befürchtet. Die Beiträge des Bundes betragen heute 25 Millionen Franken pro Jahr. (sda)