Eine Nanny gegen den Ratsstress

Politapéro

Drucken
Teilen

Jungvater Cédric Wermuth hadert mit dem Krippen-Bring- und Abholstress, den der Ratsbetrieb im eidgenössischen Parlament so mit sich bringt. Der Aargauer SP-Nationalrat fordert das Büro des Nationalrats auf, die Verein­barkeit von Familie und Parlament zu verbessern. Wir hätten auch einen Vorschlag. Jeder Parlamentarier darf jährlich mit 33 00 Franken einen persönlichen Mitarbeitenden anstellen. Wie wär’s mit einer Nanny? Die ist nicht nur billiger als ein Jungakademiker, sondern auch garantiert hilfreich.

Ein generelles Reiseverbot für Flüchtlinge: Das hat der Nationalrat am Donnerstag beschlossen. Die Zeitung «Nordwestschweiz» interpretiert die neuen Regeln ein bisschen eigenwillig: Ihren Artikel zum Thema hat sie mit einem Postauto illustriert. Mit dem gelbbemalten Bus direkt von der Schweiz nach Eritrea? Eine solche Linie würde den ­Service-public-Auftrag sprengen.

Wenn es um Crowdfunding geht, sind linke Kreise viel erfolgreicher als rechte. Während das künftige Onlinemagazin «Republik» innert Stunden Hunderttausende Franken sammelte, harzt es mit der Schwarmfinanzierung für die Burkaverbots-Initiative des Egerkinger Komitees. Schlappe 5330 Franken von insgesamt neun Unterstützern hat man bisher gesammelt. Noch bleiben 59 Tage für das bescheidene Ziel von 20 000 Franken. Das Fazit: Linke sind die tüchtigeren Kapitalisten.