Eine Kasse für die Ostschweiz

Die Ostschweiz ist der Landesteil mit den tiefsten Gesundheitskosten. Entsprechend moderat sind hier die Prämien. Angesichts dieser Ausgangslage prüfen die Ostschweizer Kantone die Einführung einer regionalen Kasse oder mehrerer kantonaler Einheitskassen.

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Die Ostschweiz ist der Landesteil mit den tiefsten Gesundheitskosten. Entsprechend moderat sind hier die Prämien. Angesichts dieser Ausgangslage prüfen die Ostschweizer Kantone die Einführung einer regionalen Kasse oder mehrerer kantonaler Einheitskassen. Um Chancen und Gefahren zu eruieren, haben die Gesundheitsdirektoren der Kantone Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Glarus eine Studie in Auftrag gegeben. Ein Zwischenbericht liegt vor, die Endergebnisse dürften Anfang März präsentiert werden. «Dann werden wir sehen, ob das Projekt weiterverfolgt wird», sagt die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann (SP) auf Anfrage.

Hanselmann unterstützt auch die Idee einer nationalen öffentlichen Krankenkasse. Diese sei zwar kein Patentrezept gegen die Kostensteigerungen, aber ein Instrument unter vielen. Aus der Sicht der Gesundheitsdirektorin ist die heutige Situation mit den über 80 Kassen unbefriedigend: «2010 sind die Prämien im Kanton St. Gallen um 10,4 Prozent gestiegen, die Gesundheitskosten aber nur um 4,6 Prozent.» Vor allem der ungesunde Wettbewerb mit Billigkassen und die Reservepolitik hätten diesen Graben verursacht. (ssd)

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