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Ein Votum für das Tierwohl

In der Schweiz ist es um die Tiergesundheit gut bestellt; es besteht zurzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Dies ist wohl ein Grund für die tiefe Stimmbeteiligung zum revidierten Tierseuchengesetz.

In der Schweiz ist es um die Tiergesundheit gut bestellt; es besteht zurzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Dies ist wohl ein Grund für die tiefe Stimmbeteiligung zum revidierten Tierseuchengesetz. Und sie wiederum ist Grund dafür, dass die Gegner der Vorlage ein nicht noch schlechteres Ergebnis einfuhren: Man darf annehmen, dass die Gleichgültigen nicht gegen die Vorlage waren.

In der Tat kann niemand ernsthaft etwas dagegen haben, dass das aus dem Jahr 1966 stammende Tierseuchengesetz den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird: Durch den seit den Sechzigerjahren vervielfachten weltweiten Personen-, Tier- und Warenverkehr und durch den zu erwartenden Klimawandel steigt die Bedrohung durch eingeschleppte Tierseuchen auch in der Schweiz. Das nun angenommene Tierseuchengesetz trägt dem Rechnung, indem es die Vorbeugung stärkt und dem Bund die Kompetenz gibt, Programme zur Früherkennung und Überwachung durchzuführen. Es ist ein Votum für das Tierwohl. So sah es auch das Parlament, das die Vorlage problemlos durchwinkte. Erst eine Allianz von Impfkritikern, Bio- und Kleinbauern erzwang mit dem Referendum die Abstimmung. Deren Argumente haben nun nicht verfangen: Dass das revidierte Gesetz Zwangsimpfungen und der Entmündigung der Tierhalter Vorschub leisten würde, sieht eine Mehrheit nicht so.

Das überdeutliche Votum für das Tierseuchengesetz wird die Impfkritiker indes nicht entmutigen: Ihr Referendum gegen das Epidemiegesetz, wo es wiederum ums Impfen geht, ist laut «Netzwerk Impfentscheid N.I.E.» so gut wie sicher. – «Die Tiere hätten Nein gestimmt», war gestern in ersten Reaktionen von Impfkritikern zu hören. Wie so manches, das in den letzten Wochen aus dieser Ecke kam, pure Behauptung auch dies. Richard Clavadetscher

r.clavadetscher@tagblatt.ch

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