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Ein neues Kleid für das Abstimmungsbüchlein

Die Broschüre, die vor jeder Abstimmung an die Stimmbürger verschickt wird, präsentiert sich in einem neuen Look. Kurzzusammenfassungen und Infografiken sollen das Büchlein attraktiver machen.
Tobias Bär
Das Abstimmungsbüchlein in seiner bisherigen Form – hier die Ausgabe für die Abstimmung vom 24. September 2017. (Bild: Manuel Lopez, Keystone)

Das Abstimmungsbüchlein in seiner bisherigen Form – hier die Ausgabe für die Abstimmung vom 24. September 2017. (Bild: Manuel Lopez, Keystone)

Seit inzwischen 40 Jahren gehört zu jedem eidgenössischen Urnengang das entsprechende Abstimmungsbüchlein. Offiziell trägt die Broschüre den Titel «Erläuterungen des Bundesrates». Die Ausführungen der Landesregierung nehmen auch in Zukunft einen wichtigen Platz ein, doch dürfen sie nicht mehr länger ausfallen als die Argumente der Initiativ- oder Referendumskomitees.

Erste Profiteure sind die Initianten der beiden Ernährungsinitiativen, über die am 23. September abgestimmt wird. Für diese Abstimmung erscheint die Broschüre erstmals seit 2004 wieder in einem neuen Kleid. Am Montag stellte die Bundeskanzlei das Layout vor.

So sieht das Abstimmungsbüchlein in Zukunft aus.

So sieht das Abstimmungsbüchlein in Zukunft aus.

Ziel des vom Bundesrat abgesegneten Konzepts war es, die Gestaltung zu «attraktivieren». Nach einem ersten Blick in die neu aufgemachte Broschüre lässt sich sagen: Ziel erreicht. Die Typografie auf dem Umschlag ist im Vergleich zum alten Heft akzentuiert, die Texte im Innern sind besser lesbar.

Mehr Infografiken, mehr Platz für Gegenargumente

Mit der Neugestaltung will die Bundeskanzlei vermehrt auf Infografiken setzen, um die nicht immer leicht verdaulichen Inhalte zu veranschaulichen. In der ersten Ausgabe tut sie dies noch zurückhaltend, Grafiken finden sich einzig bei den Erläuterungen zum Gegenentwurf zur Velo-Initiative.

Die gewichtigste Neuerung ist das Angebot für Eilige: Jede Vorlage wird vorne in der Broschüre auf einer Doppelseite zusammengefasst – neben einem Kurzbeschrieb finden sich darauf unter anderem die Empfehlungen des Bundesrates sowie der Komitees oder der Minderheit im Parlament, dazu Hinweise auf weiterführende Internetadressen. Ein weiteres Ziel des Relaunches war es nämlich auch, die Online-Angebote des Bundes besser sichtbar zu machen. Beibehalten wurde die charakteristische rote Farbe. Neu taucht zudem die Farbe Blau auf.

Offenbar kam die neugestaltete Broschüre bei einer Umfrage unter Stimmberechtigten gut an. Das Stimmvolk greift gemäss den Analysen, die nach jeder nationalen Volksabstimmung durchgeführt werden, gerne auf die Erläuterungen zurück. Vier von fünf Abstimmenden konsultieren die Broschüre beim Ausfüllen des Stimmzettels.

Nach der Lektüre sind aber oft nicht alle Fragen ausgeräumt: Laut einer aktuellen Studie der Universität Bern hält die Hälfte der Stimmbürger die Abstimmungsinformationen für sehr kompliziert oder eher kompliziert. Bleibt zu hoffen, dass die Verbesserungen bei der Lesefreundlichkeit auch der Verständlichkeit dienen.

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