Ein Draufgänger wird höchster Schweizer

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Amtswürden Der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique de Buman wird neuer Nationalratspräsident. Der 61-Jährige, früherer Präsident von «Helvetia Latina», ist ein engagierter Kämpfer für die sprachlichen Minderheiten und für die Anliegen der «Lateiner». Tourismus ist ein weiteres seiner bevorzugten Themen. Er ist Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes und von Seilbahnen Schweiz. Bekannt ist de Buman als Draufgänger und auch als Kommunikator, und er gibt sich seinem Kanton sehr verbunden. Seine politische Karriere begann der ausgebildete Jurist im Alter von 30 Jahren. 1986 wurde er Mitglied der Freiburger Stadtregierung und des Freiburger Grossen Rates, des Kantonsparlaments.

Zehn Jahre war de Buman zu- dem Stadtammann von Freiburg. 2003 schaffte er mit der Wahl in den Nationalrat den Sprung nach Bern. Von 2004 bis 2016 war er Vizepräsident der CVP. Er hat ein moderates Profil, das dem sozialen Flügel der Christlichdemokraten entspricht. Zuweilen ficht er alleine gegen den liberalen Flügel der CVP.

Als Bundesratskandidat nicht erwünscht

In seiner Karriere erlebte er auch Tiefs. Zusammen mit anderen war er verwickelt in die Freiburger Pensionskassenaffäre. Die Kasse hatte er von 1991 bis 2004 geleitet. Die Justiz befand, dass er nachlässig gehandelt hatte. Aber da die Vorfälle verjährt waren, eröffnete sie kein Verfahren. 2009 trat er zur Überraschung seiner eigenen Partei nach dem Rücktritt von FDP-Bundesrat Pascal Couchepin zur Bundesratswahl an. Doch die Christlichdemokraten bevorzugten einen anderen Freiburger für die Kandidatur, den deutschsprachigen Ständerat Urs Schwaller. Sechs Jahre später erlebte Dominique de Buman eine weitere Enttäuschung: 2015 wollte er Nachfolger von Schwaller im Ständerat werden. Aber die Delegierten der Freiburger CVP wählten nicht ihn, sondern den damaligen Staatsrat Beat Vonlanthen. (sda)