Langendorf
Ein Blick auf die Spielplätze

Seit zehn Jahren engagiert sich der inzwischen 90 Mitglieder zählende Verein Konfetti für Anliegen von Kindern und Familien. Die gegenwärtige Spielplatzsituation in Langendorf zeigt aus Vereinssicht Mängel. Der Gemeinderat will nun positive Zeichen setzen.

Drucken
Spielplätze

Spielplätze

Solothurner Zeitung

Gundi Klemm

«So konzeptlos darf es bei uns nicht weitergehen», erinnerte Ivan Flury (SP) an frühere Überlegungen zur Situation der Spielplätze. Der Vereinsbrief spiegle eine schlechte Visitenkarte für Langendorf. Bei Rundgängen hatten Konfetti-Vereinsmitglieder nämlich festgestellt, dass die Spielplätze Weihermatt, Schulhaus und Heimlisbergwald sich in relativ gepflegtem Zustand befinden, dass aber in Langendorf Süd und Ost kein öffentlicher Treffpunkt für Kinder und Familien vorhanden ist. Flury deshalb: «Wir sollten alle Ortsteile bei Planungen berücksichtigen und am besten die Neugestaltung des Dorfplatzes als Begegnungsraum in ein Gesamtprojekt aufnehmen.»

Vizegemeindepräsident Daniel Hürlimann (FdP) erkannte die Attraktivierung der Spiel- und Begegnungsplätze als wichtiges Thema für die neuen Legislaturziele, die anlässlich einer Ratssitzung im Herbst festgelegt werden. Urs Bentz (CVP) regte an, Planungsgrundlagen durch eine Bedürfniserhebung in den einzelnen Quartieren zu schaffen und in Zukunft die Spielplätze kontinuierlich zu begleiten.

Der Rat einigte sich auf den Vorschlag von Gemeindepräsident Hans-Peter Berger, dem Verein schriftlich für seine Anregung zu danken, die vorgesehene Aufnahme der Spielplatzsituation in die aktuellen Legislaturziele zu bekräftigen und in Aussicht zu stellen, dass im Sinne der Nachhaltigkeit «möglicherweise» eine spezielle Arbeitsgruppe oder Kommission zur Lösung aller diesbezüglichen Fragen berufen werden könnte.

Pflegeheim wird doch noch unterstützt

Wegen der damals mangelhaften Kommunikation aus dem Betagten- und Pflegeheim Lebern hatte der Gemeinderat im September 2008 das Gesuch um eine Finanzierungsbeteiligung am Heimumbau abgelehnt. Auf das nun vorliegende Wiedererwägungsgesuch trat der Rat ein. Er will den inzwischen um 60 000 auf neu 137 200 Franken reduzierten Gesamtbeitrag in den nächsten fünf Jahren in fünf gleich grossen Tranchen beisteuern.

Angeregt wurde gleichzeitig, eine Pflegebettenplanung für Langendorf zu erstellen. Statt eines Auftrags an die Sozialregion erbot sich Urs Bentz dank seiner beruflichen Erfahrung, entsprechendes Zahlenmaterial bezüglich der Langendörfer Bevölkerung zu interpretieren.

Komplimente erhielt Gemeindeverwalter Kurt Kohl, dem es nach erfolgreichem Abschluss seiner dreimonatigen Probezeit in Langendorf gut gefalle. Kohl hatte Ende Mai kurzfristig Planung, Koordination und Arbeitsvergabe für die Wiedereröffnung des Kindergartens Konzertsaal und den Umzug des Mittagstischs in die Abwartswohnung im Schulhaus übernommen. Einstimmig akzeptierte der Rat den Nachkredit von 16 000 Franken. Besprochen werden müssen noch fehlende Sicherheitsmassnahmen.

Aktuelle Nachrichten