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Schaden in Millionenhöhe: Drohnenbilder zeigen das Ausmass der Zerstörung  der Kirche in Herzogenbuchsee +++ Hier stürzt die Turmspitze ein

Am Mittwochmorgen teilte die zuständige Polizei mit, das Feuer im Kirchturm von Herzogenbuchsee in Bern sei unter Kontrolle. Dies nachdem am Vorabend der Brand erneut entfachte. Teile des Turmdachs sind  über Nacht eingestürzt und haben das Kirchenschiff beschädigt.

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(sda/chm) Das Feuer im Turm der reformierten Kirche im bernischen Herzogenbuchsee hat an Heiligabend grossen Schaden angerichtet, wie Drohnenaufnahmen zeigen. Ein Teil der Holzkonstruktion stürzte ein und riss ein Loch ins Kirchenschiff. Die Kirche bleibt weiträumig abgesperrt, da weitere Teile des Kupferdachs herunterstürzten könnten, wie Marc Häusler gegenüber Keystone-SDA sagt.

24 Stunden nach Ausbruch des Feuers laufen die aufwendigen Aufräumarbeiten. Erste Schätzungen gehen von einem Schaden von über einer Million Franken aus. 

Von der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern hiess es am Dienstagabend, dass der Brand aus noch unbekannter Ursache erneut aufgeflammt sei. Später sei zudem ein Teil der Holzkonstruktion am Turm eingestürzt und auf das Kirchenschiff gefallen. Dort klaffe nunmehr ein Loch im Dach. 

Hinweise auf Verletzte gebe es weiterhin keine. Warum der eigentlich als gelöscht angesehene Brand wieder aufgeflammt ist, sei derzeit Gegenstand von Abklärungen, hiess es weiter von der Kantonspolizei.

Am Mittwochmorgen erklärte die zuständige Polizeieinsatzzentrale, dass der zweite Brand unter Kontrolle sei. Brandwachen würden aber das Geschehen vor Ort noch weiter im Auge behalten. Nun liefen Ermittlungen zur Brandursache sowie die Aufräumarbeiten. «Diese dürften einige Zeit in Anspruch nehmen.»

Aufgrund des Einsturzes habe Löschwasser direkt auf den Brandherd gegossen werden können. Allerdings gibt es Wasser nunmehr nicht nur im Turm selbst, sondern auch in der Kirche. Bei Tageslicht soll eine Bestandsaufnahme der Schäden vorgenommen werden, hiess es.

Grossaufgebot der Einsatzkräfte

Die Meldung über den Rauch im Kirchenturm war bei der Polizei am Dienstagmorgen um acht Uhr eingegangen, wie Kantonspolizei am Mittag in einer Mitteilung bekanntgegeben hatte. Insgesamt waren 84 Angehörige von mehreren Feuerwehren im Einsatz. Vorsorglich sei zudem eine Ambulanz aufgeboten worden. Das sei aber in solchen Fällen normal, sagte ein Mediensprecher.

Vom Brand war zunächst nur der Turm der Kirche betroffen gewesen - aber nicht das Kirchengebäude selbst.

Am Mittag war das Feuer zwischenzeitlich unter Kontrolle gebracht worden. Die Feuerwehr hatte ein Übergreifen der Flammen auf das Kirchenschiff verhindern können. Die Einsatzkräfte blieben aber am Nachmittag für Nachlöscharbeiten von Glutnestern vor Ort.

Der Turm der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee BE brennt am 24. Dezember 2019 (Bild: keystone)
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Über 80 Angehörige von mehreren Feuerwehren waren am Dienstagmorgen ausgerückt, um den Brand zu löschen. (Bild: KEYSTONE/k_sim)
Aus dem Kirchturm steigender Rauch (Bild: Kapo BE)
Aus Sicherheitsgründen konnten die Feuerwehrleute nicht in den Turm hinein. (Bild: keystone)
Das Feuer musste von aussen bekämpft werden. (Bild: keystone)
Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der engen Platzverhältnisse rund um die Kirche schwierig. (Bild: Keystone)
Ein Übergreifen auf das Kirchenschiff konnte verhindert werden. (Bild: Kapo BE)
Die Kirche bleibt geschlossen. (Bild: keystone)

Der Turm der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee BE brennt am 24. Dezember 2019 (Bild: keystone)

In der Nacht auf Mittwoch teilte die Kantonspolizei Bern in einem Communiqué mit, dass die Brandwache gegen 19.00 Uhr erneut eine starke Rauchentwicklung festgestellt habe. Umgehend seien die Feuerwehren Buchsi-Oenz mit Unterstützung der Feuerwehren Goldisberg und Langenthal, ein weiteres Mal an die Finstergasse ausgerückt.

Noch während den Löscharbeiten stürzten demnach Teile des brennenden Kirchendachs ein und beschädigten das darunterliegende Kirchenschiff. Mit Blick auf die mögliche Einsturzgefahr waren bereits zuvor zwei naheliegende Einfamilienhäuser vorsorglich evakuiert worden. Die Bewohner kamen vorübergehend anderweitig privat unter.

Brand unter Kontrolle

Am Mittwochmorgen erklärte die zuständige Polizeieinsatzzentrale, dass der zweite Brand unter Kontrolle sei. Brandwachen würden aber das Geschehen vor Ort noch weiter im Auge behalten.

Aufgrund des Einsturzes habe Löschwasser direkt auf den Brandherd gegossen werden können. Allerdings gibt es Wasser nunmehr nicht nur im Turm selbst, sondern auch in der Kirche. Bei Tageslicht soll eine Bestandsaufnahme der Schäden vorgenommen werden, hiess es.

Drohnenbilder von den Löscharbeiten am Morgen sowie ein Interview mit Regierungsstatthalter Marc Häusler am Nachmittag:

Komplizierter Brand

Die Löscharbeiten hatten sich wegen der räumlichen Verhältnisse rund um die Kirche schwierig gestaltet. So war der Platz eng und der Zugang zum Turm eingeschränkt. Beispielsweise habe eine Autodrehleiter nicht direkt vor den Turm gestellt werden können, sagte zudem ein Mediensprecher der Polizei zur Nachrichtenagentur. Weil die Brandherde aufgrund der Schäden auch weiterhin nur von aussen her zugänglich seien, sei auch ein Kran aufgeboten worden, hiess es weiter.

Nebst der Feuerwehr, der Sanität und der Polizei waren auch Angehörige des Zivilschutzes aufgeboten worden. Sie brachten vereinzelt schützenswerte Kulturgüter aus dem Innern der Kirche in Sicherheit.

Der Sachschaden lässt sich laut den Behörden noch nicht beziffern. Auch zur Beurteilung des Schadensausmasses wurde der Statiker beigezogen. Die Strassen rund um die Kirche waren abgesperrt worden, um den Löscheinsatz zu ermöglichen. Hauptverkehrsachsen waren keine betroffen.

Die Kirche bleibt vorübergehend geschlossen. Die Feierlichkeiten würden örtlich verschoben, fänden aber statt, sagte Regierungsstatthalter Verwaltungskreis Oberaargau Marc Häusler. Die Kantonspolizei Bern nahm zudem die Ermittlungen zur Brandursache sowie auch zum Sachschaden auf.