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Donald Trump empfängt Bundespräsident Ueli Maurer

US-Präsident Donald Trump will überraschend den Schweizer Bundespräsidenten Ueli Maurer im Weissen Haus empfangen. Dies teilten Maurers Finanzdepartement sowie das Aussendepartement EDA in einer Medieninformation in der Nacht auf Donnerstag mit.
Renzo Ruf, Washington
Bundespräsident Ueli Maurer soll am heutigen Donnerstag kurzfristig von US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus empfangen werden. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Bundespräsident Ueli Maurer soll am heutigen Donnerstag kurzfristig von US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus empfangen werden. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Seltene Ehre für einen Schweizer Bundespräsidenten: Am Donnerstag wird Ueli Maurer im Oval Office des Weissen Hauses von Donald Trump empfangen. Dies ist dem Terminkalender des Weissen Hauses zu entnehmen, der am Mittwochabend publik gemacht wurde. Die Visite des Gastes aus der Schweiz ist ganz offensichtlich eine Überraschung. Normalerweise kündigt das Weisse Haus einen Besuch eines ausländischen Regierungsvertreters einige Tage im Voraus an; der Besuch von Maurer hingegen wurde weniger als 24 Stunden vor dem Empfang durch Trump publik. Dem Terminkalender des amerikanischen Präsidenten ist zu entnehmen, dass kein gemeinsamer Medienauftritt mit Maurer geplant ist – das Gespräch mit dem Schweizer, das kurz vor 18 Uhr Schweizer Zeit beginnen wird, ist «Closed Press», die Presse ist nicht zugelassen. Allerdings sind solche Vorgaben normalerweise mit Vorbehalt zu geniessen, Trump ist bekannt dafür, dass er seine Meinung ändert.

Über den Inhalt des geplanten Gesprächs wurde vorerst nichts bekannt. Aussenminister Ignazio Cassis besuchte im Februar den amerikanischen Aussenminister Mike Pompeo und den Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und sprach mit den beiden hochrangigen Vertreter der Regierung Trump auch über ein bilaterales Freihandelsabkommen. Ebenfalls ein Thema könnten die gespannten Beziehungen zwischen Amerika und dem Iran sein; im Rahmen der Guten Dienste vertritt die Schweiz die diplomatischen Interessen Washingtons im Iran.

Ein Blick ins Archiv zeigt, dass Schweizer Bundesräte äusserst selten im Weissen Haus empfangen werden. Letztmals war ein Bundespräsident im Jahr 1992 zu Gast beim amerikanischen Präsidenten; damals besprach sich Aussenminister René Felber mit dem Republikaner George H.W. Bush. Felber wurde allerdings in seiner Funktion als Vorsitzender des Europarates empfangen und nicht als Schweizer Bundespräsident. Die letzte bilaterale Visite eines Bundesrates fand im Jahr 1987 statt, als die damalige Justizministerin Elizabeth Kopp von Ronald Reagan empfangen wurde. Eingefädelt hatte dieser Besuch die damalige amerikanische Botschafterin in der Schweiz, die mittlerweile verstorbene Faith Whittlesey.

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