Dobler empört über angebotenen VR-Sitz

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Es war der Aufreger der Medienkonferenz. Als FDP-Nationalrat und Gegner des Geldspielgesetzes Marcel Dobler (SG) auf das starke Lobbying angesprochen wurde, sagte er unvermittelt: «Ja, ich habe ein Angebot der Befürworter des Gesetzes erhalten.» Wie dieses konkret ausgesehen hat, wollte der IT-Unternehmer vor den versammelten Medien nicht sagen. Im persönlichen Gespräch präzisierte er dann, dass ihm ein Schweizer Casino einen Verwaltungsratssitz angeboten habe. «Was mich vor allem irritiert hat, war der Zeitpunkt», sagt Dobler. Das unserer Zeitung vorliegende E-Mail datiert vom 25. Januar –eine Woche, nachdem das Referendum gegen das Gesetz zu Stande gekommen war. «Dieser Zeitpunkt kann kein Zufall sein», sagt Dobler. Seine Vermutung: Mit dem VR-Sitz sollte er im Abstimmungskampf ruhig gestellt werden. Dobler lehnte das Angebot ab – und geht nun an die Öffentlichkeit, weil er zunehmend Zweifel an der Integrität der Pro-Kampagne hat. Das intransparente Budget, der seltsame Positionswechsel des Pokerverbands und nun dies: «Ich frage mich zunehmend, ob das alles mit rechten Dingen zu und her geht.» (rob)