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«Ist St.Gallen wirklich so verklemmt?» Empörte Reaktionen wegen verweigerter Hochzeitstorte für Schwule und Lesben

Das Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe scheint immer noch heikel. Dass eine St.Galler Konditorei nicht damit in Verbindung gebracht werden will, können viele Facebook-Nutzer nicht nachvollziehen.
Ines Biedenkapp
Für gewisse Konditoreien ein No-Go: eine Hochzeitstorte mit einem homosexuellen Sujet als Dekoration. (Symbolbild: Keystone)

Für gewisse Konditoreien ein No-Go: eine Hochzeitstorte mit einem homosexuellen Sujet als Dekoration. (Symbolbild: Keystone)

Maja Stuber, Leiterin der Fest- und Hochzeitsmesse St.Gallen und Zürich, wollte mit der Zeit gehen und gezielt Lesben und Schwule ansprechen. Auf einem Flyer sollte eine Hochzeitstorte zu sehen sein - mit gleichgeschlechtlichen Figuren obendrauf. Doch die St.Galler Konditorei die sie anfragte, reagierte alles andere als begeistert.

Aufruf für mehr Toleranz

«Dürfen Konditoreien Kunden aufgrund ihrer sexuellen Neigung ausschliessen oder entsprechen solche Torten einem Kundenbedürfnis?» Diese Frage löst auf der «Tagblatt»-Facebook Seite eine Diskussion aus. Viele Nutzerinnen und Nutzer können die Haltung der Konditorei nicht nachvollziehen. Daniela H. kommentiert:

«Schade, dass in der heutigen Zeit so wenig Toleranz möglich ist.»

Susann K. stimmt dem zu. Für sie sei es ein normales Kundenbedürfnis, dem man nachkommen sollte. Auch Sylvia A. schreibt, dass «einen Konditor die sexuelle Orientierung seiner Kunden nichts an geht.»

Andere wiederum zeigten Verständnis für die Haltung der Konditorei. Sara F. schreibt, dass eine eingetragene Partnerschaft nicht dasselbe wie eine Hochzeit sei, und ergänzt:

«Wenn die Konditorei nicht dahinterstehen kann, sollte das akzeptiert werden.»

Es sei mutig, wenn jemand zu seiner Meinung stehe. Ähnlich sieht dies Michael F. Er versteht die Aufregung nicht: «Es ist ein freier Markt, jeder Unternehmer darf das anbieten, was er möchte und für wen er möchte.» Auch er findet, dass man die Meinung der Konditorei akzeptieren solle.

Eine Hochzeitstorte kann auch so gegessen werden

Weiter wird diskutiert, dass eine Hochzeitstorte nicht unbedingt zu einer Hochzeit bestellt werden müsse, man könne diese ja auch für einen Sonntagskaffee oder einen Kindergeburtstag bestellen. «Da heiratet man auch nicht», argumentiert Christina A. und schreibt weiter: «Das ist unser System von Werten und schubladisieren.» Rosmarie W. fragt sich gar, ob «St.Gallen wirklich so verklemmt ist?» Facebook-Nutzerin Jasmin H. findet, dass dies in der heutigen Zeit gar kein Diskussionsthema mehr sein sollte: «Menschen lieben Menschen - ist doch egal, wer wen liebt.»

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