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Diskussion über neue SDA beginnt

Fabian Fellmann

Streik Nach vier Streiktagen wird die Belegschaft der Nachrichtenagentur SDA in der kommenden Woche mit Verwaltungsrat und Geschäftsleitung verhandeln. In den Streik getreten war sie am Dienstag, weil bis zu 40 der 150 Redaktionsstellen verschwinden sollen.

Die Verhandlungen sind aber nur der Anfang der Diskussion über die Zukunft der Nachrichtenagentur. Diese gehört heute einer Reihe von Medienhäusern und der SRG. Das Konstrukt ist konfliktträchtig, wie das Beispiel Tamedia, der grössten Eigentümerin, zeigt. Sie profitiert als grösster Konzern in der Westschweizer Medienlandschaft überproportional davon, dass der französischsprachige Dienst quersubventioniert wird. «Die Eigentümerstruktur, in der unsere Kunden auch unsere Eigentümer sind, ist ein Problem», sagt Tina Tuor von der SDA-Redaktionskommission. «Das funktioniert nur so lange, wie es den Kunden gut geht.» Jetzt, da die Medienhäuser unter Druck stünden, spitzten sich die Interessenkonflikte zu. «Es wäre angebracht, über andere Modelle wie eine Stiftungsform zu diskutieren», sagt Tuor.

Zunehmende Spannungen beobachtet auch Otfried Jarren, Präsident der Eidgenössischen Medienkommission. «Die Konzentration der Medienhäuser schreitet voran, und damit nehmen auch die Konflikte im Medienmarkt zu», sagt er. «Das Interesse an gemeinsamen Einrichtungen könnte in der Folge noch weiter schwinden.» Die SDA-Eigentümerschaft müsse darum möglichst breit abgestützt werden. Es sei gut, wenn Diskussionen über Aktionariat, Governance und Sicherung der journalistischen Autonomie jetzt auch öffentlich geführt würden. Jarren fordert Klarheit: «Es fehlt offenbar an einer Eigentümerstrategie: Die Verleger müssen sich einig werden, welche Funktion die SDA in Zukunft haben soll. Erst daraus leitet sich der Ressourcenbedarf ab.» Über eine stärkere Finanzierung durch den Bund oder Gebühren sei erst danach zu reden. Entsprechende Forderungen hat SP-Nationalrat Matthias Aebischer erhoben. Der Verwaltungsrat der SDA will sich derzeit nicht äussern.

Fabian Fellmann

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