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«DIPLOMATIE»: Johanns Gezwitscher mit Ivanka

Unlängst hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann einen Einblick in seine diplomatische Arbeit mit Ivanka Trump, der Tochter des US-Präsidenten, gegeben. Die Reaktionen reichen von amüsiert bis peinlich berührt.

Seit Bundesrat Johann Schneider-Ammann vergangenen Sommer in Washington Ivanka Trump die Vorzüge des Schweizer Berufsbildungssystems näherbringen durfte, ist er des Lobes voll für die US-amerikanische Präsidententochter. Wie weit seine Begeisterung geht, erfuhr die Schweizer Wirtschafts- und Finanzwelt am Bankiertag. Da setzte der sonst eher zurückhaltende Berner Magistrat zu einer regelrechten Lobeshymne auf die First Daughter an.

Im Fall des Weissen Hauses gebe es drei Wege, die nach Rom führten, erklärte der Wirtschafts- und Bildungsminister in seiner Rede vor der am Paradeplatz in Zürich versammelten Crème de la Crème des schweizerischen Finanzplatzes. Man könne entweder das Flugzeug mit CEOs vollpacken, dann stünden einem alle Türen offen. Oder eine unfreiwillig komische Rede halten, wie er es selber zum Tag der Kranken getan hatte – da werde man vom US-Präsidenten gleich erkannt.

«Die ist nicht nur hübsch und blond»

An dieser Stelle konnten sich die Bankiers und Wirtschaftsbosse das Lachen kaum mehr verklemmen, dann liess Schneider-Ammann die Katze aus dem Sack: Der wichtigste Weg ins Weisse Haus sei derjenige «über die Ivanka». Die sei anders als ihr Vater, bei dem nie so sicher sei, «was der amerikanische Präsident eigentlich mit uns macht». Die Ivanka aber, «die ist nicht nur hübsch und blond, die ist business driven like hell» – also sozusagen höllisch geschäftstüchtig. Für die halbstündige Berufsbildungsdiskussion sei sie bis ins letzte Detail so gut vorbereitet gewesen, wie er, Schneider-Ammann, das kaum je erlebt habe. «Die Frau ist charmant wie der Papa und tweetet wie der Papa, und wir haben uns hin und her getweetet», verriet er noch. Und dass er hoffe, sie in die Schweiz bringen zu können.

Während die Bankiers die Eloge teils amüsiert, teils erstaunt bis peinlich berührt zur Kenntnis nahmen, ist über die Reaktion der Präsidententochter nichts bekannt. Sicher ist nur: Sollte es ein Versuch gewesen sein, Ivanka Trump ans Weltwirtschaftsforum WEF zu locken, so hat dieser noch nicht gefruchtet. Bislang hat sie die Einladung nicht angenommen – weder auf Twitter noch über offizielle Kanäle.

Eva Novak

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