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Die SVP hat in den Kantonsparlamenten die FDP überholt

Historische Wende in den Kantonsparlamenten: Nach den jüngsten Kantonswahlen hat die SVP nun erstmals mehr Sitze als die FDP-Liberalen. Stark Zulegen konnten auch BDP und Grünliberale.

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SVP-Präsident Toni Brunner: Seine Partei hat die FDP in den Kantonen überholt (Archiv)

SVP-Präsident Toni Brunner: Seine Partei hat die FDP in den Kantonen überholt (Archiv)

Keystone

Die schweizerische Volkspartei erreicht neu 563 Sitze, der Freisinn bei 552 Sitzen, wie eine Bilanz der Zeitung "Der Sonntag" nach allen 26 Kantonswahlen zeigt. Auf Rang 3 liegt mit 482 Sitzen die CVP, auf Rang vier mit 445 Sitzen die SP.

Die verheerendste Bilanz hat die FDP. Sie hat 20 von 26 Kantonswahlen verloren (Sitzverluste total minus 114), die SP musste in 19 Kantonen Mandate abgeben (minus 98 Sitze), die CVP in 16 (minus 83).

BDP: Von 0 auf 75 Sitze

Die BDP ihrerseits schoss nur innert dreier Jahre von 0 auf 75 Sitze - und das auch auf Kosten der FDP und CVP. Ihre Sitzzahl verfünffacht haben in dieser Legislatur auch die Grünliberalen, die vor allem in der Deutschschweiz die Mitteparteien in Bedrängnis bringen.

Ebenfalls punkten konnten die Grünen, wenn auch nicht mehr so stark. Zwar gewannen sie in elf Kantonen neue Mandate hinzu, insbesondere in der Romandie, wo sie einen pragmatischeren Kurs fahren und die grün-liberale Alternative fehlt. In sieben Kantonen hingegen mussten sie aber schmerzliche Einbussen verkraften.