Die Kosten der Unsicherheit

ZÜRICH. Wenn es um die Zuwanderungs-Initiative geht und darum, sie umzusetzen, dann herrscht in der Schweiz seit dem 9. Februar 2014 vor allem eines: Unsicherheit. Laut der KOF verursacht dieser Zustand volkswirtschaftliche Kosten.

Dominic Wirth
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ZÜRICH. Wenn es um die Zuwanderungs-Initiative geht und darum, sie umzusetzen, dann herrscht in der Schweiz seit dem 9. Februar 2014 vor allem eines: Unsicherheit. Laut der KOF verursacht dieser Zustand volkswirtschaftliche Kosten. Etwa, weil er die Investitionssicherheit der Unternehmen tangiert. Das zeigen Befragungen, die im vergangenen Jahr bei Firmen aus verschiedenen Industrien vorgenommen wurden. Allerdings gab ein Grossteil von ihnen an, dass für sie «Alltag herrsche», sagte der KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm. Anders sieht es in ihrer Einschätzung für die Schweiz aus. Zwischen 30 und 50 Prozent der Firmen gaben an, dass die Annahme der Zuwanderungs-Initiative in ihren Augen das Wachstumspotenzial des Landes verringert hat. Wesentlich geringer ist der Einfluss, den die Annahme der Zuwanderungs-Initiative auf die Pläne der Unternehmen in Sachen Investitionen hat. Die meisten von ihnen haben nicht im Sinn, jetzt oder in Zukunft etwas an ihren Vorhaben umzustellen. Nur 10 bis 15 Prozent gaben an, an ihren Investitionsmassnahmen etwas geändert zu haben. Viele dieser Firmen sind derzeit zurückhaltend, was Investitionen betrifft – und schieben sie auf. Wie die Aufhebung des Euro-Mindestkurses sich auswirkt, ist in diesen Antworten noch nicht enthalten.

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