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«Die junge Generation einbinden»

Seit dem Wochenende ist Nationalrat Lukas Reimann (SVP/SG) Präsident der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns). Reimann zu den Zielen, die er sich gesetzt hat.
Richard Clavadetscher
Lukas Reimann Nationalrat SVP/SG Präsident der Auns (Bild: pd)

Lukas Reimann Nationalrat SVP/SG Präsident der Auns (Bild: pd)

Herr Reimann, Sie sind neu Präsident der Auns. Was hat Sie denn bewogen, dieses Amt zu übernehmen?

Lukas Reimann: Ich vertrete die Überzeugungen der Auns zu hundert Prozent: Einstehen für das Erfolgsmodell Schweiz, Bewahrung der direkten Demokratie, der Eigenständigkeit, der umfassenden und immerwährenden Neutralität. Das Schweizervolk soll sein Geschick selber bestimmen können.

Die Auns hat ja eine wechselvolle Geschichte hinter sich. In jüngster Zeit machte Sie vor allem mit Niederlagen von sich reden: Staatsvertrags-Initiative, Referendum gegen die Steuerabkommen nicht zustande gekommen. Woran liegt es?

Reinmann: Ich schaue in die Zukunft. Wichtig ist, dass wir künftig erfolgreich sein werden. Denn die Schweiz steht vor entscheidenden Fragen: Institutionelle Einbindung der Schweiz in die EU, Unterstellung der Schweiz unter einen EU-Gerichtshof, Rahmenabkommen, Handhabung der Zuwanderung nach dem Entscheid vom 9. Februar, auch Schengen. Das sind die grossen Herausforderungen, denen sich die Auns zu stellen hat. Und hier wollen wir Erfolg haben.

Liegt der mangelnde Erfolg nicht daran, dass die Auns nur aus SVP-Leuten und Verbündeten vom rechten politischen Rand besteht, also zu wenig breit abgestützt ist?

Reimann: Sowohl bei den Mitgliedern als auch im Vorstand haben wir längst nicht nur SVP-Mitglieder. Wir sind eine überparteiliche Bewegung, die allen Schweizerinnen und Schweizern offen steht, wenn sie unsere Überzeugungen teilen. Es ist durchaus ein Ziel der Auns, diese Überparteilichkeit zu stärken.

Ursprünglich war das ja einmal anders: Namhafte Politiker verschiedener bürgerlicher Parteien waren Mitglieder. Doch sie traten dann bald wieder aus. Müsste sich die Auns deshalb nicht thematisch öffnen?

Reimann: Meine Überzeugung ist, dass unsere Schwerpunkte richtig gesetzt sind. Ich meine eher, die Mitteparteien müssten sich wieder vermehrt zu diesen Werten und Überzeugungen bekennen. Ihre Vertreter – auch namhafte – sind herzlich willkommen, bei uns mitzutun.

Die politischen Ziele der Auns manifestieren sich in 18 Positionen. Jede von ihnen beginnt mit dem Wort «Keine». Kann man ausschliesslich mit Negieren politisch erfolgreich sein?

Reimann: Das ist eine Frage der Formulierung. Man könnte auch so formulieren: Ja zur Freiheit, Ja zur Eigenständigkeit, Ja zum Föderalismus, Ja zur Wettbewerbsfähigkeit und so weiter. Es ist klar: Wir stehen für etwas ein – und sind nicht nur gegen etwas.

Wohin wollen Sie als Präsident die Auns nun führen?

Reimann: Ich will den Weg des abgetretenen Präsidenten Pirmin Schwander weitergehen. Er war ein guter Präsident, ein unabhängiger Politiker. Ein Anliegen ist mir zudem, die jüngere Generation besser einzubinden und ihr eine Stimme in der Politik zu geben.

Die Auns leiste viel, könne aber noch mehr leisten, sagten Sie am Rande der Mitgliederversammlung. Was denn zum Beispiel?

Reimann: Es ist auch das Verdienst der Auns, dass die Schweiz heute nicht Mitglied der EU ist. Aufgrund der Herausforderungen, die ich bereits genannt habe, müssen wir aber zweifellos noch mehr leisten, um die Schweiz davor zu bewahren, einen falschen Weg einzuschlagen, damit wir gegenüber dem Ausland eigenständig bleiben und unsere Volksrechte wahren können.

Nun haben Sie bereits einen Auftrag bekommen von der Mitgliederversammlung: Eine Volksinitiative soll sicherstellen, dass die Schweiz wieder eigenständig ist. Das richtet sich wohl gegen die Bilateralen und Schengen. Wie gehen Sie das an?

Reimann: Wir haben bereits verschiedenste Projekte auf dem Tisch, die alle darauf abzielen, die Eigenständigkeit der Schweiz zu bewahren. Es ist nun am Vorstand, eine Auslegeordnung zu machen und dann Schwerpunkte zu fixieren. Diese Schwerpunkte wiederum legen wir dann den Mitgliedern vor, und sie werden das letzte Wort haben.

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