Die Diskussion geht weiter

Die Steuerbefreiung von Kinderzulagen ist vom Tisch, die Diskussion über die Unterstützung von Familien aber damit nicht etwa beendet.

Drucken
Teilen

Die Steuerbefreiung von Kinderzulagen ist vom Tisch, die Diskussion über die Unterstützung von Familien aber damit nicht etwa beendet. So kündigte die Waadtländer SP-Nationalrätin Rebecca Ruiz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA an, eine Parlamentarische Initiative für die Erhöhung der Kinderzulage einzureichen. Ihr schwebe eine Aufstockung um monatlich 50 Franken vor, sagte Ruiz.

Ihre Partei, die SP, forderte im Rahmen einer «modernen Familienpolitik» eine Entlastung der Familien bei Krankenkassenprämien sowie Kindergutschriften statt Steuerabzüge.

Auch im Bundesrat bleibt die Familienpolitik ein Thema. Die Regierung werde in den kommenden Wochen zwei Berichte verabschieden, sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gestern vor den Medien in Bern. Einen zur Frage, ob Steuerabzüge durch Steuergutschriften ersetzt werden könnten. Und im anderen Bericht werden unter anderem bedarfsabhängige Kinderzulagen geprüft.

Die Kanton hingegen hegen Vorbehalte gegenüber diesen Plänen für eine zusätzliche Förderung der Familien. Zwar seien Familien und Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen, sagte der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin der SDA. Mit Blick auf die belasteten Budgets der Kantone sieht der Präsident der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz aber vor allem die Notwendigkeit, Ausgaben zu kürzen. Und nicht neue Ausgaben zu beschliessen. (red.)

Aktuelle Nachrichten