Die Ausgangslage im Kanton Jura – SP und CVP führen ihre Machtteilung fort

Im jüngsten Schweizer Kanton stehen die Zeichen auf Stabilität.

Doris Kleck
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Pierre-Alain Fridez (bisher), SP und Jean-Paul Gschwind (bisher), CVP. (Bilder: PD

Pierre-Alain Fridez (bisher), SP und Jean-Paul Gschwind (bisher), CVP. (Bilder: PD

Die beiden amtierenden Nationalräte treten nämlich wieder an. Da ist zu einem der Arzt Pierre-Alain Fridez, der seit 2011 für die SP im Nationalrat sitzt. Und zum anderen der Veterinär Jean-
Paul Gschwind, der seit 2011 die CVP vertritt. Die beiden streben also eine dritte Amtszeit an. Weil sie den weitaus wählerstärksten Parteien angehören und fest im Sattel sitzen, ist
ihre Wiederwahl kaum gefährdet.

Zwei Regierungsräte für den Ständerat

Die Vertreter des Ständerats werden im Jura im Proporzverfahren gewählt. Hier gibt es zwar zwei Rücktritte zu verzeichnen, doch zumindest parteipolitisch wird auch bei der Wahl ins Stöckli Kontinuität erwartet. SP und CVP teilen sich die beiden Ständeratssitze seit 20 Jahren. Charles Juillard, der starke Mann der jurassischen Regierung, wird den Sitz von Anne Seydoux-Christe beerben. Der Schritt ist sorgfältig geplant. Juillard ist Vizepräsident der CVP Schweiz und Präsident der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren. Er hat also bereits Luft in der Bundespolitik geschnuppert. Bei der SP gibt die ehemalige Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider ihr politisches Comeback. Sie wird voraussichtlich als Nachfolgerin von Claude Hêche gewählt.