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Dichtigkeitskontrolle

Bürokratisch

Es gibt Vorschriften, bei denen sich der gemeine Bürger fragt, ob die in Bern oben eigentlich noch ganz dicht sind. Umgekehrt befürchtet die Beamtenschaft, es könnte beim gemeinen Bürger die eine oder andere Leckage vorhanden sein. Wer also ist hier nicht ganz dicht? Das Departement von Bundespräsidentin Doris Leuthard beispielsweise hatte sich dieser Tage wieder mit dieser Frage zu beschäftigen.

Andreas Aebi, ein wackerer Vertreter der bernischen Landwirtschaft, will nämlich per parlamentarischen Vorstoss die periodischen Dichtigkeitskontrollen von Güllegruben abschaffen. Die Inspektionen seien unverhältnismässig und teuer. Zudem, so Aebi, sei Gülle ein wahres Zaubermittel, «eine Suspension, deren Feststoffe allfällige Risse im Güllekasten abdichten».

Leuthards Güllen-Inspektoren dagegen halten fest, es wäre unverantwortlich, die 100 000 helvetischen Güllegruben ohne jegliche Kontrolle unbefristet im Untergrund zu belassen. Immerhin habe eine erstmalige Kontrolle der 9000 Gruben im Kanton Zürich dazu geführt, dass 500 stillgelegt werden mussten. Aebi selber will davon nichts wissen: Der Anteil der möglicherweise undichten Zürcher Güllegruben sei «verschwindend gering», schreibt er.

Das Dossier «Güllegruben» liegt nun beim Parlament. Die weiteren Beratungen werden zeigen, ob es die Exekutive ist, die nicht ganz dicht ist, oder die Legislative. Immerhin: Der gemeine Bürger, er ist für einmal von jedem Verdacht entlastet. (pho)

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