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Kommentar

Der Untergrund braucht einen Plan

Im Schweizer Boden herrscht das Chaos: 550'000 Kilometer Wasser-, Gas-, Strom- und Internet-Leitungen durchziehen das Land. Niemand hat den Überblick, wo sie genau verlaufen. Der Kommentar.
Dominic Wirth
Dominic Wirth (Bild: Urs Bucher)

Dominic Wirth (Bild: Urs Bucher)

Im Schweizer Untergrund ist ganz schön was los. Satte 550'000 Kilometer sind die Leitungen im Boden des Landes schon lang – und ein Vermögen wert, 450 Milliarden Franken insgesamt. Künftig gibt es bei diesen Zahlen nur eine Richtung: nach oben. Denn es wird immer enger unter der Erde. Neue Tunnels, ein unterirdisches Gütertransportsystem oder Wärmesonden: Das alles könnte künftig Platz beanspruchen. Und für Dichtestress sorgen.

Es ist vor diesem Hintergrund höchste Zeit, dass die Schweiz sich einen Überblick darüber verschafft, was sich im Untergrund so alles angesammelt hat. Ein nationales Leitungskataster ist dafür das richtige Instrument. Ein solches wird jenen Kantonen, die hinterherhinken, Beine machen. Dass sich heute erst die Hälfte von ihnen überhaupt ernsthaft mit dem Thema befasst, ist alles andere als zeitgemäss. Das Übersichtswerk wird zudem helfen, Schäden an den Leitungen zu vermeiden, Bauprojekte künftig effizienter zu planen und die Infrastruktur besser im Schuss zu halten.

Zu guter Letzt ist ein nationales Leitungskataster die Grundlage für einen Schritt, den die Schweiz als nächsten machen muss. Es reicht nicht, zu wissen, welche Leitungen im Boden verlaufen. Was das Land wirklich braucht, ist ein Plan für den Untergrund. Denn die Zeiten, in denen die Raumplanung an der Erdoberfläche endet, sind vorbei.

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