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Kommentar

Der Klimastreik ist gekommen, um zu bleiben – Und doch steht er vor zwei Gefahren

Othmar von Matt
Othmar von Matt

Othmar von Matt

Wer die Klimajugend an ihrem nationalen Gipfeltreffen beobachtete, war beeindruckt. Diszipliniert, ernsthaft, mit hohem Arbeitsethos, Hingabe, Achtung vor dem Gegenüber und Humor setzten sich die 150 Vertreter aus allen drei Landesteilen mit dem Thema Klima auseinander. Damit, wie sie es besser in der Mitte der Gesellschaft verankern können. Damit aber auch, wie sie sich selbst strategisch besser für die Zukunft rüsten können.

Die Bewegung hat am Wochenende Pflöcke eingeschlagen. Am 15. Mai 2020 will sie einen grossen, schweizweiten Klimastreik durchführen, analog zum Frauenstreik. Zudem gab sie grünes Licht für einen Klimaaktionsplan. Zusammen mit Wissenschaftlern will sie aufzeigen, wie sich netto null Treibhausgas-Emissionen bis 2030 erreichen lassen. Gleichzeitig beschloss sie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Sie will sich dem europäischen Netzwerk #By2020WeRiseUp anschliessen.

Wer geglaubt hat, die Klimabewegung sei nur ein Hype, der so schnell zusammenbreche, wie er entstanden sei, muss über die Bücher. Der Klimastreik Schweiz ist gekommen, um zu bleiben. Und doch steht er vor zwei Gefahren: Es ist erstens fraglich, ob er politisch so unabhängig bleiben kann wie bisher. Zweitens will die Bewegung 2020 eine nächste Eskalationsstufe zünden. Sie muss sich aber davor hüten, in die Radikalisierungs-Falle zu tappen. Sie würde sich damit viele Sympathien verscherzen.

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