Der FC Chelsea ist im Kaufrausch: Schon 223 Millionen Euro in neue Spieler investiert

Am Samstag beginnt mit dem Spiel des FC Fulham gegen den FC Arsenal die 29. Saison in der englischen Premier League.

Markus Brütsch
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Timo Werner (links) schiesst die Tore nun für den FC Chelsea.

Timo Werner (links) schiesst die Tore nun für den FC Chelsea.

Keystone

Um 12.30 Uhr geht das Spektakel los. Mit der Partie zwischen Aufsteiger Fulham und Arsenal startet die Premier League am Samstag in ihre 29. Saison. Sie steht ganz im Zeichen der Coronapandemie und beginnt so, wie sie am 26. Juli aufgehört hat: ohne Zuschauer. Nach dem gelungenen Versuch in Brighton besteht indes die Hoffnung, dass ab dem 1. Oktober wieder Fans in begrenzter Zahl ins Stadion dürfen. Wie gross die Vorsicht im Kampf gegen das Virus ist, zeigt das enorme Testvolumen. Alleine in der Woche vom 31. August bis 6. September wurden bei 1605 Profis und Klubmitarbeitern Abstriche gemacht. Insgesamt hält sich die Anzahl der Infizierten in Grenzen; Paul Pogba (Manchester United) und Riyad Mahrez (Manchester City) gehören zu den bekanntesten Namen. Ihre Klubs zählen mit Chelsea und vielleicht Arsenal zu den stärksten Herausfordern von Meister Liverpool.

Das Transferfenster wird in dieser speziellen Spielzeit mit ihrem ultraspäten Beginn bis am 5. Oktober offen gehalten. Deshalb ist noch nicht bilanzierbar, welchen Einfluss die Coronakrise auf das Transfervolumen hat. In den nächsten drei Wochen kann noch viel passieren. Andrea Agnelli, Vorsitzender der Europäischen Klubvereinigung und Chef von Juventus Turin, rechnet, dass der europäische Fussball in den nächsten zwei Jahren vier Milliarden Euro an Einnahmen verlieren wird. Gaben die Klubs der Premier League in der gesamten letzten Saison 1,79 Milliarden Euro für Zuzüge aus, so stehen sie aktuell bei 852 Millionen Euro.

Während Meister Liverpool sich bisher zurückgehalten hat, möglicherweise aber noch Thiago von Bayern holt, hat der FC Chelsea 223 Millionen Euro in Havertz (Leverkusen), Werner (Leipzig), Chilwell (Leicester) und Ziyech (Ajax) investiert. Manchester City verlor Leroy Sané an Bayern, gab aber 23 Millionen Euro für Ferran Torres von Valencia und gar 45,3 Millionen Euro für Aké von Bournemouth aus. Manchester United bezahlte 39 Millionen für Donny van de Beek von Ajax, verzichtete aber auf den zu teuren Jadon Sancho von Borussia Dortmund.