Der Armeebestand wird neu bestimmt

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Schnelligkeit Das Militär rechnet den Armeebestand neu. Soldaten, die nicht rasch einsatzbereit sind, werden nicht mehr mitgerechnet. Damit sinkt der effektive Bestand um rund 15000 auf 140000 Mann. So zählen etwa Durchdiener, die ihren letzten Diensttag absolviert haben, nicht mehr zum offiziellen Armeebestand. Dies, obwohl sie noch während vier Jahren in der Armee eingeteilt bleiben und zu Einsätzen aufgeboten werden könnten.

Dies berichtete am Samstag der «Tagesanzeiger». Die nicht mehr mitgerechneten Gruppen bleiben voll ausgerüstet und müssten im Ernstfall einem Aufgebot auch Folge leisten. Armee-Sprecher Daniel Reist bestätigt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA diese Anpassungen. Es sei richtig, dass die vom Effektivbestand neu ausgeschlossenen Soldaten noch aufbietbar bleiben würden, sagte Reist. Bei ihnen gehe man nur davon aus, dass sie ihre Kenntnisse etwa in Bezug auf das Schiessen verloren hätten und daher nicht mehr rasch eingesetzt werden könnten. Auch Rekruten würden nicht dem Effektivbestand angehören, weil ­ihnen die nötigen Kenntnisse im Ernstfall noch fehlten. Die Armee wolle sich vermehrt auf den Einsatz und auf eine schnelle Verfügbarkeit und Mobilisation ausrichten, sagte Reist weiter. (sda)