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Das verdienen die Kader der bundesnahen Betriebe

Seit Jahren führt der Swisscom-CEO Urs Schaeppi das Ranking der bestverdienenden Geschäftsleiter von bundesnahen Betrieben an. Ob SBB-Chef Andreas Meyer 2018 den zweiten Platz halten kann, ist unklar. Ihm könnte Susanne Ruoff den Rang ablaufen. Ihr Honorar ist noch nicht komplett freigegeben. Immerhin war sie weit und breit die einzige Frau in der Führungsriege.
Anna Wanner
Welcher CEO welches bundesnahen Unternehmens verdiente 2018 am meisten? Ein Blick ins Kaderlohnreporting des Bundes gibt Aufschluss. (Bild: Keystone/Montage_CH Media)

Welcher CEO welches bundesnahen Unternehmens verdiente 2018 am meisten? Ein Blick ins Kaderlohnreporting des Bundes gibt Aufschluss. (Bild: Keystone/Montage_CH Media)

Urs Schaeppi, Swisscom CEO
1, 829 Millionen Franken

Urs Schaeppi, CEO Swisscom besetzt seit Jahren den ersten Rang unter den CEOs der bundesnahen Betrieben. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Urs Schaeppi, CEO Swisscom besetzt seit Jahren den ersten Rang unter den CEOs der bundesnahen Betrieben. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Seit Jahren besetzt der Swisscom-CEO Urs Schaeppi den ersten Platz, wenn es um die Löhne der Geschäftsleiter von bundesnahen Betrieben geht. Urs Schaeppi verdiente 2018 rund 1,8 Millionen Franken, wie im Geschäftsbericht des Telekomunternehmens steht. Der Fixlohn betrug 882 000 Franken plus variable Leistungen in bar oder Aktien. Das ist unter dem Strich etwas weniger als in den Vorjahren.

Im Unterschied zu den anderen bundesnahen Unternehmen und Anstalten ist die Swisscom nicht im Kaderlohnreporting aufgeführt, das der Bund am Freitag herausgegeben hat. Als börsenkotiertes Unternehmen muss sie bei der Vergütung anderen Regeln gehorchen.

Andreas Meyer, SBB-Chef
987 442 Franken

Andreas Meyer, CEO SBB, gehört laut Kaderlohnreporting des Bundes zu den Spitzenverdienern. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Andreas Meyer, CEO SBB, gehört laut Kaderlohnreporting des Bundes zu den Spitzenverdienern. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Auf Rang zwei folgte jeweils der Lohn des obersten Bähnlers. SBB-Chef Andreas Meyer, dessen Lohn auch gerne politisch diskutiert wird, verdiente im vergangenen Jahr 987 442 Franken – und rutschte damit unter die politisch heikle Millionen-Grenze. Zum Vergleich: 2017 verdiente er 1 007 235 Franken, 2016 waren es 1 051 571 Franken. Lohn und Bonus sind zwar gestiegen, die anderen Nebenleistungen wurden aber auf 58 485 Franken halbiert.

Susanne Ruoff, ehemalige Post-Chefin
bis zu 1 107 488 Franken (noch nicht freigegeben)

Die frühere Post-Chefin Susanne Ruoff muss die Untersuchungen abwarten, bevor sie den flexiblen Anteil ihres Lohns empfangen darf. (Bild: Peter Schneider/Keystone)

Die frühere Post-Chefin Susanne Ruoff muss die Untersuchungen abwarten, bevor sie den flexiblen Anteil ihres Lohns empfangen darf. (Bild: Peter Schneider/Keystone)

Möglich ist, dass SBB-Chef Andreas Meyer seinen zweiten Rang abgeben muss. Streitig macht ihm der Platz ausgerechnet die abgetretene Postchefin Susanne Ruoff. Der fixe Lohnanteil von Ruoff betrug im letzten Jahr 620 000, doch an Bonus, Spesen und Versicherungsleistungen könnten ihr bis zu 453 280 Franken ausbezahlt werden. Das wären 1,1 Millionen Franken, 2017 waren es 970 425 Franken. Dass sie just in ihrem schwierigsten Jahr am meisten verdient, hat mit einem einmaligen Effekt aufgrund ihres Austritts zu tun: Der Restsaldo aus dem Konto für variable Entlöhnung beträgt 161 682 Franken und wird ihr ausbezahlt. Ohne diesen Zusatz wäre ihr Lohn um über 24 000 Franken tiefer als 2017. Kommt hinzu: Ob Ruoff die gesamte Summe des variablen Lohns erhalten wird, hängt von der Untersuchung des Bundesamtes für Polizei ab. Dieses untersucht mögliche Verletzungen des Subventionsrechts in der Postauto-Affäre. Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen wird der variable Lohn freigegeben – oder eben nicht.

Dasselbe gilt übrigens für den ehemaligen Leiter Postauto, Daniel Landolf. Auch er erhält einen möglichen Bonus erst nach Abschluss der Untersuchungen.

Hansruedi Köng, Postfinance-Chef
828 977 Franken

Hansruedi Köng, CEO von Postfinance gehört ebenfalls zu den Spitzenverdienern unter den Kaderleuten der bundesnahen Betriebe. (Bild: Alessandro della Valle/Keystone)

Hansruedi Köng, CEO von Postfinance gehört ebenfalls zu den Spitzenverdienern unter den Kaderleuten der bundesnahen Betriebe. (Bild: Alessandro della Valle/Keystone)

Die Cashcow der Post, die Postfinance, hat einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Unternehmens. Insofern überrascht es nicht, dass CEO Hansruedi Köng ebenfalls zu den Spitzenverdienern unter den Kaderleuten der bundesnahen Betriebe gehört. Er verdiente 2018 828 977 Franken, wovon 226 816 Franken variable Leistungskomponenten wie Boni sind. Seit zwei Jahren hat der Postfinance-Chef den Ruag-Chef lohnmässig überholt. Urs Breitmeier verdiente 2016 noch 912 468 Franken. Damals erhielt Köng noch 809 985 Franken – mehr als Breitmeier heute verdient.

Urs Breitmeier, RUAG-Chef
776 795 Franken

Urs Breitmeier ist CEO der Ruag. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Urs Breitmeier ist CEO der Ruag. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Der Geschäftsleiter der Ruag hatte 2018 einen Fixlohn von 561 000 Franken, wie bereits im Vorjahr. Er erhielt aber vergleichsweise weniger Bonus, Spesen und andere variable Lohnanteile als die vorangegangenen Kandidaten und kam so auf einen stattlichen Lohn von 776 795 Franken.

Felix Weber, Suva-Chef
613 420 Franken

Felix Weber ist Geschäftsleiter der Suva. (Bild: Patrick Huerlimann/PPR)

Felix Weber ist Geschäftsleiter der Suva. (Bild: Patrick Huerlimann/PPR)

Erstaunlich weit vorne im Lohnranking findet sich Suva-Chef Felix Weber, der zwar ähnlich viele Mitarbeiter führt wie Postfinance-Chef Hansruedi Köng: 3371. Im Verhältnis zu den anderen CEOs sind das eher wenige. Zum Vergleich: Der neue Post-Chef Roberto Cirillo verantwortet 41632 Mitarbeiter, SBB-Chef Andreas Meyer 32309 und Ruag-Chef Urs Breitmeier führt 9159 Mitarbeiter.

Mark Branson, Finma-Chef
552 362 Franken

Mark Branson ist Chef der Finanzmarktaufsicht. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Mark Branson ist Chef der Finanzmarktaufsicht. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Mark Branson, ehemaliger Banker und seit 2014 Direktor der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erhielt 2018 einen Lohn à 552 362 Franken. Die Höhe dieser Vergütung hat sich in den letzten Jahren kaum bewegt. Bransons Behörde umfasst 492 Mitarbeiter.

Gilles Marchand, SRG-Generaldirektor
536 746 Franken

Gilles Marchand, Generaldirektor der SRG SSR, verdient über eine halbe Million Franken im Jahr. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Gilles Marchand, Generaldirektor der SRG SSR, verdient über eine halbe Million Franken im Jahr. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Zu den guten Verdienern gehört auch Gilles Marchand, Chef der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Mit fast 5000 Mitarbeitern zählt er ebenfalls zu den grössten bundesnahen Betrieben.

Alex Bristol, Skyguide-Chef
525 765 Franken

Alex Bristol, CEO Skyguide gehört zu den neun bestverdienenden Kader der bundesnahen Betriebe. (Bild: Anthony Anex/Keystone)

Alex Bristol, CEO Skyguide gehört zu den neun bestverdienenden Kader der bundesnahen Betriebe. (Bild: Anthony Anex/Keystone)

Er gehört klar auch noch in die Top Ten der bestbezahlten Kader in bundesnahen Betrieben: Skyguide-CEO Alex Bristol verdiente 2018 einen Lohn über 525 765 Franken. Von den vielen Betrieben und Anstalten, die dem Bund gehören, verdient kein Kaderchef unter 249 000 Franken. Die meisten Löhne der Chefs von kleineren Anstalten oder Unternehmen liegen zwischen 300 000 und 350 000 Franken. Dazu zählt etwa jener von Schweiz Tourismus Chef Martin Nydegger (312 457 Franken), des Chefs der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde Frank Schneider (339 849 Franken) oder des CEOs der Schweizer Exportrisikoversicherung Peter Gisler (341 480 Franken).

Hinweis: Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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