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«Das tut weh»

Der Thurgauer CVP-Nationalrat Christian Lohr warnt vor einem Ja zum Fortpflanzungsmedizingesetz. Dieses fördere «die Illusion vom perfekten Menschen». Leute mit einer Behinderung würden dadurch diskriminiert.
Jürg Ackermann
Christian Lohr während einer Debatte im Nationalrat. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Christian Lohr während einer Debatte im Nationalrat. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Vor 38 Jahren wurde, in England, der erste Mensch geboren, der ausserhalb des Mutterleibs in einer Petrischale mittels In-vitro-Fertilisation gezeugt worden war. Acht Jahre später folgte die erste Geburt nach einer künstlichen Befruchtung in der Schweiz. Seither ringt die Politik darüber, wie weit der Mensch in die Fortpflanzung eingreifen darf. Am 5. Juni kommt es nun zu einer wegweisenden Volksabstimmung. Gemäss neuem Fortpflanzungsmedizingesetz sollen alle Paare, die auf eine künstliche Fortpflanzung angewiesen sind, die Embryonen auf Krankheiten und Gendefekte wie Trisomie 21 testen lassen können, bevor sie in den Mutterleib eingepflanzt werden. Für Gegner der Vorlage, wie den Thurgauer CVP-Nationalrat Christian Lohr, geht das Begehren von Bundesrat und Parlament zu weit: Die Vorlage sei ein Stück weit auch ein Ausdruck von Machbarkeitswahn – und sie fördere die Illusion eines perfekten Menschen. Und sie trage nicht dazu bei, die Integration von Menschen mit einer Behinderung zu fördern. «Wir reden immer noch oft von Menschen mit Behinderung von einem reinen Kostenfaktor. Das tut weh», sagt Lohr.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 30. April.

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