Das Schweigen der Bundesrätin

Eveline Widmer-Schlumpf hält sich bedeckt, was ihre Zukunft als Bundesrätin betrifft. So erhöht sie den Druck auf die SVP, mehrheits- und konsensfähige Bundesratskandidaten zu präsentieren.

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Tritt Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf noch einmal an oder tritt sie zurück? (Bild: ky)

Tritt Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf noch einmal an oder tritt sie zurück? (Bild: ky)

BERN. Sie hatte sich damals 24 Stunden Bedenkzeit ausbedungen an jenem 12. Dezember 2007, als das Parlament im Bundeshaus einen Umsturz anzettelte und Christoph Blocher aus dem Bundesrat warf. Eveline Widmer-Schlumpf erklärte später, die Frage habe sich ihr nach Tausenden von aufmunternden SMS und E-Mails so gestellt: Ist es jetzt noch möglich, Nein zu sagen?

Acht Jahre später stellt sich ihr die Frage umgekehrt: Kann sie jetzt noch Ja sagen zu einer Kandidatur für eine dritte Amtszeit, nachdem die SVP in den Wahlen am Wochenende derart zugelegt hat und mit dem Segen von FDP-Chef Philipp Müller vehement einen zweiten Sitz im Bundesrat fordert? Nachdem nun auch etliche CVP-Politiker offen das Ende der BDP-Ära im Bundesrat fordern zu Gunsten der SVP? Einiges spricht dafür, dass die Magistratin die Öffentlichkeit noch eine Weile zappeln lassen wird. (dla)

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