Das Milliardenloch stopfen

Der Bundesrat hat im November 2014 die Botschaft zur Reform der Altersvorsorge 2020 verabschiedet. Gesundheitsminister Alain Berset will die AHV und Pensionskassen zusammen reformieren. Der Grund: die immer leerer werdenden Kassen der AHV. «Unser Reformpaket ist schon der Plan B.

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Der Bundesrat hat im November 2014 die Botschaft zur Reform der Altersvorsorge 2020 verabschiedet. Gesundheitsminister Alain Berset will die AHV und Pensionskassen zusammen reformieren. Der Grund: die immer leerer werdenden Kassen der AHV. «Unser Reformpaket ist schon der Plan B. Plan A haben wir bereits ausprobiert. Er bestand aus den Vorlagen der letzten 15 Jahre und ist gescheitert», sagte Bundesrat Alain Berset zu seinem Reformpaket. Doch es ist umstritten. Eine Studie der UBS und der Universität Freiburg bestätigt, dass die geplante Reform die Lücken in der Finanzierung der Altersvorsorge nicht dauerhaft schliessen würde.

Berset schlägt deshalb vor, das Rentenalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre zu erhöhen und damit demjenigen der Männer gleichzustellen. Der Zeitpunkt der Pensionierung kann zwischen 62 und 70 Jahren frei gewählt werden. Neu sollen auch Teilrenten möglich sein. Der AHV-Finanzierungsbedarf von jährlich 8,3 Milliarden Franken soll hauptsächlich mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer um maximal 1,5 Prozent gedeckt werden. Künftig sollen nur noch jene Frauen eine Witwenrente erhalten, die beim Tod des Mannes noch Kinder betreuen. Die AHV-Rente für Witwen und Witwer wird von 80 auf 60 Prozent der entsprechenden Altersrente reduziert, gleichzeitig wird die Waisenrente von 40 auf 50 Prozent erhöht. Der Umwandlungssatz, der die Höhe der Rente der 2. Säule bestimmt, wird innert vier Jahren von 6,8 auf 6 Prozent gesenkt. (bm)