Das machen andere Europäer

Es gibt in Europa eine ganze Reihe verschiedener Modelle, mit denen Vätern nach der Geburt Urlaub gewährt wird. Diese sind nur begrenzt vergleichbar. weil sie nicht immer einen expliziten Vaterschaftsurlaub beinhalten. Deutschland arbeitet mit der sogenannten Elternzeit.

Drucken
Teilen

Es gibt in Europa eine ganze Reihe verschiedener Modelle, mit denen Vätern nach der Geburt Urlaub gewährt wird. Diese sind nur begrenzt vergleichbar. weil sie nicht immer einen expliziten Vaterschaftsurlaub beinhalten. Deutschland arbeitet mit der sogenannten Elternzeit. Insgesamt stehen pro Elternteil 36 Monate Elternzeit zur Verfügung. Während maximal 14 Monaten wird ein vom vorherigen Lohn abhängiger Anteil zwischen 65 und 100 Prozent des Einkommens (höchstens 1800 Euro) mit dem sogenannten Elterngeld erstattet. Österreich kennt ein ähnliches Modell. Der Elternurlaub von insgesamt 24 Monaten kann in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes bezogen werden, wobei die Elternteile sich frei einteilen dürfen. Während zwölf Monaten besteht die Möglichkeit, 80 Prozent des letzten Lohnes zu beziehen. Als Alternative kann man während maximal 30 Monaten ein Kinderbetreuungsgeld einfordern. In Frankreich erhalten Väter einen Geburtsurlaub von drei Tagen sowie einen Vaterschaftsurlaub von elf Tagen, wobei via Krankenversicherung der gesamte Lohn erstattet wird, allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 82 Euro täglich. Die Folge: nur zwei Prozent der Franzosen beanspruchten 2011 das Angebot. Einen Vaterschaftsurlaub bietet auch Finnland. Väter können dort neun Wochen Urlaub nehmen, wobei während der ersten 30 Tage 75 Prozent des Einkommens und danach noch 70 Prozent vom Staat vergütet werden. (dow)

Aktuelle Nachrichten