Das Kreuz mit der Nationalhymne

Anfang dieses Jahres lancierte die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) einen Wettbewerb für eine neue Nationalhymne.

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Anfang dieses Jahres lancierte die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) einen Wettbewerb für eine neue Nationalhymne. Der Text der aktuellen Hymne bilde die heutige Vielfalt der Schweiz nicht ab, begründet die Organisation, die vor allem als Verwalterin der Rütliwiese bekannt ist, das Projekt. Der neue Text sollte sich an der Präambel der Bundesverfassung von 1999 orientieren. Darin werden unter anderem Werte wie Freiheit, Demokratie und Solidarität betont.

208 Vorschläge eingegangen

Bis zum Einsendeschluss Ende Juni gingen 208 Vorschläge ein. Daraus wird nun bis Ende Jahr eine Jury die besten zehn auswählen. Mit einer Onlineabstimmung werden anschliessend die drei beliebtesten Vorschläge bestimmt, unter denen am Final des Eidgenössischen Volksmusikfests im September 2015 in Aarau der Sieger erkoren werden soll. Der Gewinnerbeitrag wird dem Bundesrat als Vorschlag für eine neue Nationalhymne übermittelt.

Die Idee für eine neue Hymne ist nicht neu. In der Vergangenheit gab es mehrmals Bestrebungen in diese Richtung, die jedoch alle erfolglos waren. Der «Schweizerpsalm» war 1961 vom Bundesrat zunächst provisorisch zur Nationalhymne erklärt worden. Zuvor hatte sich «Rufst du mein Vaterland» als inoffizielle Hymne eingebürgert. Weil das Lied allerdings die gleiche Melodie hatte wie die britische Hymne «God save the Queen», kam es bei internationalen Anlässen oft zu Verwechslungen.

Widerstand aus Kantonen

Auch mit dem «Schweizerpsalm» waren nicht alle zufrieden. Aus einzelnen Kantonen gab es Widerstand. Weil jedoch kein anderer Vorschlag ausreichende Unterstützung fand, liess der Bundesrat das Provisorium 1981 fallen und machte das Lied zur offiziellen Hymne. (lkz)

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