Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Das ist ein Skandal!»: Pierre Maudet kritisiert Tamedia nach Gerichtsurteil

Die Herausgeberin des «Tages-Anzeigers» publiziert nach einem Gerichtsurteil eine Gegendarstellung des FDP-Politikers - allerdings mit Änderungen. Während sich der Verlag als Sieger sieht, übt Maudet scharfe Kritik.
Benjamin Weinmann aus Genf
FDP-Staatsrat Pierre Maudet zeigt sich gegenüber Tamedia empört. (Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

FDP-Staatsrat Pierre Maudet zeigt sich gegenüber Tamedia empört. (Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet befindet sich mit der «Tages-Anzeiger»-Herausgeberin Tamedia seit längerem auf Kriegsfuss. Im November erschien ein Artikel mit dem Titel «Maudets Kritikerin muss schweigen» über eine Radio-Journalistin des RTS, der im November erschien. Die Journalistin hatte zu Maudets umstrittener Abu-Dhabi-Reise recherchiert, zu der sich der Magistrat hatte einladen lassen.

Im Artikel hiess es, Maudet habe «Mühe mit der kritischen Neugierde» der Journalistin gehabt und er habe deshalb bei der RTS-Chefredaktion interveniert. Der FDP-Politiker forderte darauf eine Gegendarstellung, in der er festhält, dass ihm fälschlicherweise unterstellt worden sei, die Journalistin direkt oder indirekt unter Druck gesetzt zu haben. Dies sei nie der Fall gewesen. Die Zeitung lehnte Maudets Text ab, was er wiederum vor Gericht anfochte.

Tamedia muss Gerichtskosten bezahlen

Tamedia schrieb am Dienstag in einem Communiqué, das zuständige Gericht habe den Redaktionsentscheid gestützt, Maudets Gegendarstellung in der ursprünglichen Form nicht zu publizieren, die einen «unbelegten, rufschädigen Vorwurf» gegen die Journalistin beinhaltet habe.

Maudet hingegen sieht sich als Sieger. «Dass Tamedia den Gerichtsentscheid anders und sich selber in ihren Zeitungen als Siegerin darstellt, ist ein Skandal», sagt Maudet auf Anfrage von CH Media. Das Verlagshaus sei vom Gericht verpflichtet worden, die Gegendarstellung nun doch zu publizieren und sämtliche Gerichtskosten zu übernehmen. Allerdings stützte das Gericht den Redaktionsentscheid, den ursprünglichen Text nicht zu publizieren. Es verlangte vor der Veröffentlichung sechs Änderungen, die unter anderem die angebliche Rufschädigung betreffen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.