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Interview

Darum setzt sich Sportministerin Viola Amherd so stark für Frauen im Spitzensport ein

Bundesrätin Viola Amherd besucht den Olympia-Treff der Schweizer Sportlerinnen und Sportler im Hinblick auf Tokio 2020. Die Walliserin äussert sich bei dieser Gelegenheit über die Prioritäten ihrer Sportpolitik und die Bedeutung der Olympischen Spiele.
Rainer Sommerhalder
Bundesrätin Viola Amherd im Gespräch mit Triathletin Nicola Spirig. (Bild: Swiss Olympic)Bundesrätin Viola Amherd im Gespräch mit Triathletin Nicola Spirig. (Bild: Swiss Olympic)
BViola Amherd (rechts) versucht sich in der japanischen Papierfaltkunst Origami. (Bild: Swiss Olympic)BViola Amherd (rechts) versucht sich in der japanischen Papierfaltkunst Origami. (Bild: Swiss Olympic)
Viola Amherd unterhält sich mit (v.l.) Olympia-Delegationschef Ralph Stöckli, Triathletin Nicola Spirig und Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg. (Bild: Swiss Olympic)Viola Amherd unterhält sich mit (v.l.) Olympia-Delegationschef Ralph Stöckli, Triathletin Nicola Spirig und Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg. (Bild: Swiss Olympic)
Viola Amherd unterhält sich mit Athleten, welche die Schweiz bei den Paralympics vertreten werden. (Bild: Swiss Olympic)Viola Amherd unterhält sich mit Athleten, welche die Schweiz bei den Paralympics vertreten werden. (Bild: Swiss Olympic)
Fast wie im Zeughaus: Sportministerin Viola Amherd beim Mat-Bezug. (Bild: Swiss Olympic)Fast wie im Zeughaus: Sportministerin Viola Amherd beim Mat-Bezug. (Bild: Swiss Olympic)
Viola Amherd und Roger Schnegg: Fürs japanische Abendessen beim Schweizer Olympia-Treff werden die Schuhe durch Haus-Pantoffeln ausgetauscht. (Bild: Swiss Olympic)Viola Amherd und Roger Schnegg: Fürs japanische Abendessen beim Schweizer Olympia-Treff werden die Schuhe durch Haus-Pantoffeln ausgetauscht. (Bild: Swiss Olympic)
Sportministerin Viola Amherd richtet sich an die Schweizer Olympioniken. (Bild: Swiss Olympic)Sportministerin Viola Amherd richtet sich an die Schweizer Olympioniken. (Bild: Swiss Olympic)
Als Geschenk für ihren Besuch beim Olympia-Treff erhält Viola Amherd eine Schweizer Flagge mit den Unterschriften aller Sportlerinnen und Sportler. (Bild: Swiss Olympic)Als Geschenk für ihren Besuch beim Olympia-Treff erhält Viola Amherd eine Schweizer Flagge mit den Unterschriften aller Sportlerinnen und Sportler. (Bild: Swiss Olympic)
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Bildgalerie Viola Amherd

Neun Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Tokio trafen sich die besten Sportlerinnen und Sportler im Paraplegiker-Zentrum Nottwil, um sich während zwei Tagen miteinander auf die Herausforderungen in Japan einzustimmen. Als Überraschungsgast besuchte Bundesrätin Viola Amherd die Schweizer Medaillenhoffnungen beim traditionellen Olympia-Treff.

Die Sportministerin genoss den direkten Kontakt etwa mit Triathletin Nicola Spirig, Mountainbikerin Jolanda Neff oder Tennisspielerin Timea Bacsinszky sichtlich und wollte von den Athletinnen wissen, wie sie sich auf die speziellen klimatischen Bedingungen in Tokio vorbereiten.

Frau Amherd, wann haben Sie zum letzten Mal Sport getrieben?

Da muss ich kurz nachdenken: Vor 14 Tagen war ich Velofahren.

Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Olympischen Spielen?

Ich bin seit meiner Kindheit fasziniert von den Olympischen Spielen. Ich habe selber Sport getrieben, bin auch viel Ski gefahren. Ich mag mich erinnern, dass ich während meiner Schulzeit die Spiele stets im Fernsehen verfolgt und mit den Schweizer Athletinnen und Athleten mitgefiebert habe.

Welche Bedeutung haben Olympische Spiele für den Bundesrat?

Olympische Spiele sind etwas ganz Wichtiges. Zum einen können sich unsere Athletinnen und Athleten weltweit mit den Besten messen. Sie können zeigen, zu welchen Leistungen sie fähig sind und sie repräsentieren mit ihrem Auftritt auch die Schweiz. Dass wir gute und faire Sportlerinnen und Sportler an die Olympischen Spiele schicken ist auch sehr wichtig für die sporttreibende Jugend in unserem Land. Es sind Vorbilder und sie zeigen den Jungen, was man alles erreichen kann, wenn man sich dafür einsetzt.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Sportministerin setzen?

Für mich ist extrem wichtig, dass wir den Spitzensport unterstützen können. Mit dem Ausbau der Spitzensport-Rekrutenschule auf die doppelte Teilnehmerzahl haben wir einen ersten Entscheid getroffen. Das ist ein wichtiger Beitrag, den der Bund leisten kann. Ich habe mich als Politikerin immer auch um Kinder- und Jugendfragen gekümmert. Deshalb hat für mich der Breiten- und Nachwuchssport hohe Priorität. Wir wollen über Jugend+Sport möglichst viele Kinder zum Sporttreiben bringen.

Sie haben sich bei der Armee die Frauenförderung auf die Fahne geschrieben. Wo sehen Sie hier Potenzial im Spitzensport?

Frauen finden im Spitzensport nicht in allen Sportarten die gleichen Voraussetzungen vor wie die Männer. Ich würde sagen, beispielsweise beim Tennis sind Frauen gleich anerkannt. Im Fussball hingegen hat man sicherlich noch Potenzial nach oben.

Auch wenn inzwischen sehr viele Frauen Fussball spielen, finden diese viel weniger Anklang in der Öffentlichkeit. Da kann man mehr sensibilisieren und auch pushen, damit solche Frauensportarten mehr Beachtung finden.

Sie haben sich beim Olympia-Treff intensiv mit Sportlerinnen ausgetauscht. Um was ging es?

Ich habe mich dafür interessiert, wie sie sich in Japan akklimatisieren werden. Nicola Spirig hat mir verraten, dass sie dazu extra zuerst nach Südkorea geht und dann erst kurzfristig nach Tokio reist. Es ist für mich spannend, wie die Athletinnen mit dieser aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht ganz einfachen Situation umgehen.

Was bedeuten Olympische Spiele in Japan für die Schweizer Politik?

Ich denke, es ist für die Schweiz eine gute Gelegenheit, um im Rahmen der Spiele Entscheidungsträger aus dem Gastland, aber auch aus anderen teilnehmenden Nationen zu treffen. Solche Kontakte sind sehr wichtig, so kann man Netzwerke aufbauen.

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