CVP erwartet Gegenleistung

Für den Wahlkampfleiter der CVP Schweiz, Gerhard Pfister, ist die Sache klar: «Entweder fusioniert die BDP mit der CVP, sonst ist ihr Anspruch auf den Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf nicht legitimiert.

Drucken

Für den Wahlkampfleiter der CVP Schweiz, Gerhard Pfister, ist die Sache klar: «Entweder fusioniert die BDP mit der CVP, sonst ist ihr Anspruch auf den Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf nicht legitimiert.» Seit sich auch der Schwyzer Ständerat Bruno Frick in ähnlichem Sinne äusserte wie der Zuger Nationalrat Pfister und zudem Parteipräsident Christophe Darbellay plötzlich betont, ohne Gegenleistung wähle die CVP Widmer-Schlumpf nicht, hat CVP-Fraktionschef Urs Schwaller alle Hände voll zu tun, um die Wogen zu glätten. Nein, die Fusionsforderung sei keine konsolidierte Meinung der Fraktion. Vielmehr müsse die Fraktion in der neuen Zusammensetzung zuerst einmal zusammensitzen und die Detailanalyse der Wahlen diskutieren, sagt Schwaller. «Erst wenn wir daraus die Lehren gezogen haben, können wir entscheiden, wie wir zusammenarbeiten und mit wem.» Der Freiburger Ständerat bestätigt aber, dass zu möglichen Formen der Zusammenarbeit im Parlament zurzeit Gespräche geführt würden. Gefordert sei nun die BDP: Sie müsse sich klar positionieren und aufzeigen, wie sie den Sitz von Widmer-Schlumpf rechtfertige. Eine möglichst grosse Fraktion zu bilden, genüge als Ziel jedenfalls nicht.

BDP-Präsident Hans Grunder will von einer Fusion mit der CVP nichts wissen. «Ich sage es jetzt schon zum fünfzigsten Mal: Das ist für uns kein Thema.» (dla)

Aktuelle Nachrichten