Coronavirus
In diesen Kantonen sind die Fallzahlen aktuell am höchsten

Die Ansteckungszahlen steigen wieder. Trotz tieferem Niveau als noch in der zweiten Welle könnten die Richtwerte für weitere Verschärfungen bald überschritten werden.

Philipp Herrgen
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Im Tessin werden weiterhin hohe Ansteckungszahlen registriert. Daher gilt dort ab Freitag Maskenpflicht im Freien.

Im Tessin werden weiterhin hohe Ansteckungszahlen registriert. Daher gilt dort ab Freitag Maskenpflicht im Freien.

Alessandro Crinari/Keystone

Im Kanton Genf sind die Fallzahlen derzeit am höchsten - dicht gefolgt vom Kanton Uri. Wie sich zeigt, breitet sich das Coronavirus nach wie vor in allen Landesteilen aus. Neben dem Tessin und den Kantonen Wallis und Waadt sind auch Neuenburg, Zug und der Aargau auf den vorderen Plätzen zu finden. Im Aargau steigen die Zahlen derzeit so schnell wie sonst in keinem Kanton.

Der Inzidenzwert, der die Anzahl der Infektionen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wiedergibt, liegt derzeit landesweit deutlich unter dem Niveau der zweiten Welle.

So ist der aktuelle Stand in den Kantonen:

Dennoch: Die Ansteckungszahlen steigen. Am Donnerstag meldet das BAG 2046 Neuinfektionen. Das sind über 19 Prozent mehr als noch in der Vorwoche. Bereits in der Woche zuvor stiegen die Ansteckungen um mehr als 15 Prozent.

Der Bundesrat hat am Donnerstag neue Richtwerte für Lockerungen festgelegt. Dabei wird beispielsweise die Positivitätsrate künftig nicht mehr berücksichtigt, da diese mit der Ausweitung der Teststrategie an Bedeutung verliert. Bereits letzte Woche hat der Bundesrat Kriterien definiert, auf deren Grundlage er über erneute Verschärfungen entscheiden will. Derzeit liegt lediglich der Reproduktionswert im roten Bereich.

Die 14-Tages-Inzidenz könnte bereits an Ostern überschritten werden, wie der Tagesanzeiger schreibt. Laut einer Modell-Rechnung könne der Schwellenwert von 350 bereits am 7. April erreicht werden. Sofern sich die Lage weiterhin so entwickle wie bisher, müsse zudem von einer Verdoppelung der 14-Tages-Inzidenz innerhalb eines Monats ausgegangen werden. Immerhin ist die Zahl der Hospitalisierungen momentan leicht rückgängig. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass Spitaleintritte oftmals mit Verzögerungen gemeldet werden.

Wie der Bundesrat letztlich bei Überschreitung der Richtwerte reagiert, ist unklar. Ebenso wie bei den Lockerungen sind die Kriterien nicht als Automatismus zu verstehen. Zudem wird vor einer möglichen Verschärfung eine erneute Konsultation der Kantone erfolgen.

Die wöchentlichen Inzidenzwerte seit Beginn der Pandemie im kantonalen Vergleich: