Wie entwickeln sich die kantonalen und nationalen Zahlen?

Seit mehreren Wochen liegt die Zahl der täglichen Fälle wieder höher, am 1. Juli wurden erstmals wieder mehr als 100 neue Fälle gemeldet; am 30. Juli waren es sogar wieder über 200. Die aktuellsten Zahlen zur Coronakrise finden Sie hier.

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Hier finden Sie den Ticker mit allen News zu Corona aus der Schweiz.

Regionale Information finden Sie hier:

Die aktuellsten Zahlen

Die Anzahl der täglichen neuen positiven Tests seit Beginn der Pandemie

So entwickeln sich die Fallzahlen, Hospitalisationen und Todesfälle schweizweit

Der Stand in den Kantonen

(Klicken Sie auf einen Kanton, um mehr Details zu erfahren)

So viele Menschen befinden sich in Isolation und Quarantäne

Wie viele Menschen mit Covid-19 in Spitälern liegen

Von jenen Personen, die im Spital waren oder sind und für die das BAG über vollständige Daten verfügt, hatten fast neun von zehn mindestens eine relevante Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Der Altersmedian der Hospitalisierten betrug 71 Jahre. Rund 60 Prozent der hospitalisierten Personen waren Männer.

Details zu den Todesfällen in der Schweiz

Die Hälfte der Todesopfer in der Schweiz war 84 Jahre alt oder älter, wie aus einer Statistik des Bundesamts für Gesundheit hervorgeht. Rund zwei Drittel waren Männer, ein Drittel Frauen. Von den verstorbenen Personen für die das BAG über vollständige Daten verfügt, litten 97 Prozent an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck (rund zwei Drittel der verstorbenen Personen), Herz-Kreislauferkrankungen (über die Hälfte) und Diabetes (ungefähr drei von zehn).

Bemerkungen zu den Zahlen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publiziert jeweils am Mittag eine Reihe von Zahlen zur Situation in der Schweiz. Dabei handelt es sich um die offiziellen Zahlen. Die Kantone veröffentlichen auch ihre eigenen Zahlen – in der Regel vor dem BAG. Eine Gruppe um das Statistische Amt des Kantons Zürich sammelt diese Daten und veröffentlicht sie. Wir nutzen beide Datenquelle. Zahlen zu Regionen oder Gemeinden liegen nur aus wenigen Kantonen vor, beispielsweise aus St. Gallen.

Die Zahl der positiven Tests auf das Coronavirus waren vor allem in der Anfangsphase der Pandemie aus mehreren Gründen umstritten: Es wurden nicht alle Verdachtsfälle getestet, unter anderem weil zeitweise die Tests knapp waren. Zudem dauerte es eine Weile, bis das BAG die Meldungen der Labors erhielt und sie erfassen konnte. Mittlerweile stehen genügend Tests zur Verfügung.

Die internationale Situation

Die Empfehlungen der Behörden

Das Bundesamt für Gesundheit fordert auf:

  • Abstand halten – zum Beispiel ältere Menschen durch genügend Abstand schützen, beim Anstehen Abstand halten, bei Sitzungen Abstand halten.
  • Gründlich Hände waschen
  • Hände schütteln vermeiden
  • In Papiertaschentuch oder Armbeuge husten und niesen
  • Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation
  • Empfehlung: Maske tragen, wenn Abstandhalten nicht möglich ist (im ÖV gilt ab dem 6. Juli eine Maskenpflicht)

Die Infoline des Bundes zum Corona-Virus +41 58 463 00 00

Wie der Bundesrat auf die wieder wachsenden Zahlen reagiert: Maskenpflicht im ÖV und Quarantäne

Wer ab Montag (6. Juli) im öffentlichen Verkehr in der Schweiz unterwegs ist, muss eine Maske tragen. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab zwölf Jahren in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen.

Mehr zum Thema

Wer aus einem Risikogebiet in die Schweiz einreist, muss seit Anfang Juli in eine zehntägige Quarantäne. Welches solche «Risikogebiete» sind, überprüft das Bundesamt für Gesundheit regelmässig. Erstmals wurde die Liste der Risikoländer am 22. Juli aktualisiert. Wird die Quarantäne nicht eingehalten, droht eine Busse bis zu 10'000 Franken. Die Quarantänepflicht gilt für folgende Länder:

  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bahrain
  • Besetztes Palästinensisches Gebiet (ab 23. Juli)
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina (ab 23. Juli)
  • Brasilien
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Costa Rica (ab 23. Juli)
  • Dominikanische Republik
  • Ecuador (ab 23. Juli)
  • El Salvador (ab 23. Juli)
  • Eswatini (Swasiland, ab 23. Juli)
  • Guatemala (ab 23. Juli)
  • Honduras
  • Irak
  • Israel
  • Katar
  • Kasachstan (ab 23. Juli)
  • Kirgisistan (ab 23. Juli)
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Luxemburg (ab 23. Juli)
  • Malediven (ab 23. Juli)
  • Mexiko (ab 23. Juli)
  • Moldova
  • Montenegro (ab 23. Juli)
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Serbien
  • Südafrika
  • Turks- und Caicos-Inseln
  • Vereinigte Arabische Emirate (ab 23. Juli)
  • USA (inkl. Puerto Rico und US Virgin Islands)

Einst auf der Liste, mittlerweile aber gelöscht:

  • Weissrussland (ab 23. Juli)
  • Schweden (ab 23. Juli)

Wer sich nicht an die verordnete Quarantäne-Regel hält, kann mit bis zu 10'000 Franken gebüsst werden. Die Quarantäne-Pflicht gilt auch für Kinder. Für Betroffene gibt es keinen Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung und Arbeitgeber sind auch nicht zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

Weiterhin gelten Einreisebeschränkungen für eine Vielzahl von Ländern. Der Bundesrat stellt eine Lockerung des Grenzregimes in Aussicht. Parallel zur EU will er die Einreisebeschränkungen für ein gutes Dutzend Drittstaaten aufheben, allerdings erst ab dem 20. Juli.

Alle Details zu den Beschlüssen des Bundesrats vom 1. Juli finden Sie hier.

Der vierte Lockerungsschritt vom 22. Juni: Fast alle verbliebenen Einschränkungen wurden aufgehoben

  • Veranstaltungen bis 1000 Personen sind wieder möglich; bei Demos dürfen auch mehr Menschen dabei sein, sie müssen aber eine Maske tragen
  • Keine Sitzpflicht mehr in den Restaurants
  • Keine Sperrstunde mehr in Discos, Nachtclubs etc.
  • Mindestabstand zwischen zwei Personen wird auf 1,5 Meter reduziert (statt zwei Meter)
  • Homeoffice-Empfehlung wird aufgehoben

Der Bundesrat sieht verschiedene Vorsichtsmassnahmen vor: Veranstalter müssen sicherstellen, dass bei Versammlungen die Kontakt-Nachverfolgung möglich ist, Schutzkonzepte bleiben notwendig, im ÖV werden Masken dringend empfohlen.

BAG

Rückblick auf die bisherigen Lockerungsschritte

Die weitgehende Lockerung ab dem 30. Mai und dem 6. Juni

Seit dem 27. April werden die Massnahmen zur Eindämmung der Coronaepidemie in der Schweiz schrittweise aufgehoben. Die schrittweise Lockerung soll einen raschen Wiederanstieg der Fälle verhindern. Die «ausserordentlichen Lage», die seit 16. März gilt, soll am 19. Juni enden.

Die meisten Einschränkungen wurden auf den 6. Juni stark gelockert. Seit diesem Tag sind sind (mit Schutzkonzept) wieder erlaubt:

  • Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen
  • Sportveranstaltungen, inklusive Trainingsbetrieb (Ausnahme: Sportarten mit engem Körperkontakt wie Schwingen, Judo, etc.)
  • Grössere Gruppen in Restaurants, Discos und Nachtclubs
  • Ferienlager für Kinder und Jugendliche
  • Bergbahnen, Campings, ZoosSchwimmbäder und Wellnessbetriebe dürfen öffnen
  • Präsenzunterricht in den Mittel-, Berufs- und Hochschulen

Versammlungen von bis zu 30 Personen (statt bisher fünf Personen) sind seit dem 30. Mai schon wieder erlaubt.

Geöffnet sind oder erlaubt ist seit dem 11. Mai:

  • Läden, Märkte und Reisebüros, wobei es Beschränkungen zur Anzahl Personen in einem Geschäft gibt
  • Restaurants (max. 4 Personen pro Tisch, 2 Meter Abstand zwischen Tischen)
  • Öffentlicher Verkehr nach normalem Fahrplan (Empfehlung zum Masken tragen)
  • Unterricht in Primar- und Sekundarschulen
  • Prüfungen in Ausbildungsstätten
  • Sporttrainings (in Gruppen von 5 Personen, ohne Körperkontakt)
  • Bibliotheken, Museen, Archive (ohne Lesesäle)

Geöffnet sind oder erlaubt ist seit dem 27. April:

  • Bau- und Gartencenter, Gärtnereien, Blumenläden
  • Coiffeur- und Kosmetiksalons
  • Einrichtungen zur Selbstbedienung wie Autowaschanlagen, Solarien, Blumenfelder
  • Arzt- und Zahnarztpraxen
  • Physiotherapie, Massage
  • Alle Eingriffe in Spitäler, sofern keine kantonale Einschränkungen gelten
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