Chefbeamtin für Biodiversität verlässt Bafu

BERN. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) ist mit dem Aktionsplan Biodiversität im Verzug. Und das, obwohl der Artenverlust laut einer neuen Studie (siehe Ausgabe von gestern) ungebremst weitergeht.

Drucken
Teilen
Evelyne Marendaz Bafu-Abteilungsleiterin (Bild: bafu)

Evelyne Marendaz Bafu-Abteilungsleiterin (Bild: bafu)

BERN. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) ist mit dem Aktionsplan Biodiversität im Verzug. Und das, obwohl der Artenverlust laut einer neuen Studie (siehe Ausgabe von gestern) ungebremst weitergeht. Nun wird die zuständige Bafu-Chefbeamtin Evelyne Marendaz, Leiterin der Abteilung Arten, Ökosysteme und Landschaften, im Alter von 61 Jahren frühpensioniert. Interimistisch leitet den Bereich Vizedirektorin Franziska Schwarz; das bestätigt das Bafu auf Anfrage. Marendaz gehe auf eigenen Wunsch frühzeitig in Pension. Die Bafu-Mitarbeitenden könnten diesen Schritt ab 60 Jahren ohne Folgekosten für das Amt machen.

Zusammenhang bestritten

Einen Zusammenhang mit dem Verzug beim Aktionsplan streitet das Bafu ab. «Frau Marendaz hat einen enormen Effort zugunsten der Strategie und des Aktionsplans geleistet.» Der Bundesrat habe im Februar die Stossrichtung der Massnahmen und den Zeitplan zur Kenntnis genommen. «Es ist deshalb ein geeigneter Zeitpunkt für die Übergabe des Projekts.» Fakt bleibt aber auch, dass das Bafu Verspätung hat und nun vorerst erneut die Kantone konsultiert werden. Deshalb forderten die Umweltverbände im Februar mehr Tempo. (tga)