Chef-Zugbegleiter (†54) wird in Baden in Tür eingeklemmt und stirbt

Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist in der Nacht auf Sonntag bei der Zugabfertigung eines Interregios in Baden ein 54-jähriger Chef-Zugbegleiter tödlich verletzt worden. Der genaue Unfallhergang wird untersucht.

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Beim Abfertigen eines Interregios kam ein 54-jähriger Zugbegleiter ums Leben. (Bild: Stefanie Garcia Lainez)
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Blumen erinnern am Badener Bahnhof an den tödlichen Unfall. (Bild: Stefanie Garcia Lainez)
Der Unfall passierte am Sonntag zehn Minuten nach Mitternacht. (Bild: Stefanie Garcia Lainez)
Der Einklemmschutz im Zug soll versagt haben. (Bild: Stefanie Garcia Lainez)
Es komme generell vermehrt zu Türdefekten, sagt die Präsidentin von Pro Bahn, Karin Blättler. Die Organisation steht für die Interessen von ÖV-Kundinnen und -kunden ein. (Bild: Aargauer Zeitung)
Die Bahngewerkschaft fordert einen Fahrstopp und die Kontrolle aller Wagen des Unglückstyps. (Bild: Sandra Ardizzone)
Der Unfall ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 4. August im Badener Bahnhof. (Archiv): (Bild: Alex Spichale)

Beim Abfertigen eines Interregios kam ein 54-jähriger Zugbegleiter ums Leben. (Bild: Stefanie Garcia Lainez)

Der Chef-Zugbegleiter wurde in der Nacht auf Sonntag bei der Abfertigung eines Interregios offenbar in der Zugtür eingeklemmt und mitgeschleift. Das berichtet «20 Minuten». Gemäss eines Vorberichts der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) ereignete sich der Unfall rund zehn Minuten nach Mitternacht. Die Abfahrt des Zuges nach Zürich war für 00.08 Uhr geplant.

Die Leitung von SBB Personenverkehr habe unabhängig von den kommenden Untersuchungsergebnissen entschieden, die Abfertigungsprozesse sofort zu überprüfen, schreiben die SBB in ihrem Medienblog. Auch würden die Wagentüren des entsprechenden Zugtyps einer vertieften Nachkontrolle unterzogen.

Schweigeminute im Zürcher Hauptbahnhof

Die unabhängige SUST und die entsprechenden Stellen der SBB leiteten Untersuchungen ein. Aussagen zum genauen Unfallhergang sind gemäss SBB derzeit noch nicht möglich.

«Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen», schreiben die SBB. Gemäss «Blick» halten am Freitag um 13 Uhr Zugbegleiter und Lokführer in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs eine Schweigeminute statt.

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(sda/mon/mwa)

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