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Cassis will in die Türkei reisen

Bern Inmitten von Protesten über mögliche Spionageaktivitäten der Türkei in der Schweiz wird bekannt: Aussenminister Ignazio Cassis will in die Türkei reisen. Die Möglichkeit einer Reise in die Türkei werde seit längerem diskutiert, heisst es in einer Stellungnahme des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Samstag. Eine Sprecherin präzisierte auf Anfrage, dass die Reisepläne nichts mit den aktuellen Spionagevorwürfen zu tun hätten.

Bund intervenierte in Ankara

Die Deutschschweizer Zeitungen von Tamedia berichteten am Samstag über die mögliche Reise. Bundesrat Cassis sei grundsätzlich bereit, in die Türkei zu reisen, ein genaues Datum sei aber noch nicht festgelegt, so das EDA.

Am Freitag hatte Staatssekretärin Pascale Baeriswyl in einem Telefongespräch mit ihrem türkischen Amtskollegen in Ankara klargemacht, dass die Schweiz keine Spionageaktivitäten auf ihrem Territorium dulde. Sollte die Türkei «den Eindruck haben», dass sich Landsleute in der Schweiz illegal betätigten, müsse sie das den Schweizer Behörden sagen, sagte sie in der Sendung «Rendez-vous» von Radio SRF.

Die Schweiz hat seit dem vereitelten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 schon mehrmals gegenüber Ankara wegen mutmasslicher Spionageaktivitäten interveniert. (sda)

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