Cabaret fédéral

Choualleur, Lucheur und Bourcalteur Urs Schwaller sei kein echter Romand, nörgelt die Westschweiz. Schwaller ist zwar perfekt zweisprachig, aber das genüge nicht.

Drucken
Teilen

Choualleur, Lucheur und Bourcalteur

Urs Schwaller sei kein echter Romand, nörgelt die Westschweiz. Schwaller ist zwar perfekt zweisprachig, aber das genüge nicht. Und wenn Schwaller den Kritikern entgegenkäme und seinem Namen einen französischen Touch gäbe? Statt Urs Schwaller eben Ours Choualleur. Anbiederung? Ach wo, moderne Politik verlangt nun mal eine gewisse Biegsamkeit!

Nicht auszuschliessen, dass die beiden FDP-Kandidaten mit Deutschschweizer Wurzeln dann kontern würden: Lüschers Chrigel wird zu Christian Lucheur, Burkhalter zu Bourcalteur. – Welsch genug? Ähnliche Gedanken müssten sich auch die übergangenen Tessiner machen. Bei Bedarf könnte aus Fulvio Pelli ein Foulvieaux Pelletier werden. Dick Marty müsste sich Dique Mardi nennen.

Luigi Pedrazzini hätte von Anfang an nicht kandidieren müssen: Dieser Name lässt sich zu nichts Vernünftigem biegen.

Dominique de Buman ist in dieser Hinsicht privilegiert. Sein Name wurde schon vor Jahrhunderten frankophonisiert. Vielleicht schon zu welsch? Jedenfalls hat die mehrheitlich deutschschweizerische CVP-Fraktion Schwaller auf den Schild gehoben. De Buman überlegt sich nun, bei der nächsten Vakanz als Dominik Baumann anzutreten. (cla./da/ar)

Aktuelle Nachrichten