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BUNDESRATSWAHL: Ignazio Cassis ist der 117. Bundesrat der Schweiz

Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis. Die Vereinigte Bundesversammlung hat den 56-jährigen FDP-Nationalrat mit 125 von 244 gültigen Stimmen gewählt. Der Tessiner Arzt erreichte bereits im zweiten Wahlgang das absolute Mehr.
Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, lacht, waehrend er von Celine Amaudruz, SVP-GE, begruesst wird, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer) (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, lacht, waehrend er von Celine Amaudruz, SVP-GE, begruesst wird, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer) (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis. Die Bundesversammlung hat den Tessiner FDP-Nationalrat am Mittwoch mit 125 Stimmen in die Landesregierung gewählt. Das absolute Mehr lag bei 123 Stimmen. Der 56-Jährige ersetzt Didier Burkhalter, der Ende Oktober zurücktritt.

Cassis war von Anfang an als Favorit gehandelt worden. Auch am Wahltag lag er von Beginn weg an der Spitze: Im ersten Wahlgang erhielt er 109 Stimmen. Pierre Maudet kam auf 62 Stimmen, Isabelle Moret auf 55. Schon im zweiten Wahlgang erreichte Cassis das absolute Mehr.



Den Tessiner gewählt
Störmanöver blieben aus. Die Wahl lief so ab, wie es seit Burkhalters Rücktrittsankündigung Mitte Juni erwartet werden durfte. Schon damals herrschte weitgehende Einigkeit darüber, dass nun ein Tessiner in die Regierung gewählt werden müsse. Der Kanton wartet seit dem Rücktritt von Flavio Cotti 1999 auf eine Vertretung im Bundesrat.

Ignazio Cassis, FDP-TI, freut sich über seine Wahl zum 117. Mitglied des Bundesrates. (Bild: Keystone)
"Lo giuro" - Der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis legt als 117. Mitglied des Bundesrates den Eid vor der Vereinigten Bundesversammlung ab. (Bild: Keystone)
Ignazio Cassis erhält Blumen. (Bild: Keystone)
Die unterlegene Isabelle Moret gratuliert Ignazio Cassis. (Bild: Keystone)
Der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis legt als 117. Mitglied des Bundesrates den Eid vor der Vereinigten Bundesversammlung ab. (Bild: Keystone)
Zu den Gratulanten gehört auch FDP-Präsidentin Petra Gössi. (Bild: Keystone)
Bürger von Collina d'Oro verfolgen die Rede von Ignazio Cassis nach der Wahl. (Bild: Keystone)
Bürger von Collina d'Oro verfolgen die Wahl von Ignazio Cassis. (Bild: Keystone)
Der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis erklärt Annahme der Wahl. (Bild: Keystone)
Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, freut sich über seine Wahl. (Bild: Keystone)
Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, freut sich über seine Wahl. (Bild: Keystone)
Ignazio Cassis, Mitte, lacht, während er von Celine Amaudruz, SVP-GE, begrüsst wird. (Bild: Keystone)
Bundesratskandidat Ignazio Cassis erscheint am Morgen auf dem Bundesplatz vor der Ersatzwahl. (Bild: Keystone)
Anhänger von Ignazio Cassis der Tessiner FDP-Fraktion sind mit einem Bus aus dem Tessin angereist. (Bild: Keystone)
Ignazio Cassis, FDP-TI, links, legt seine Stimme in die Wahlurne neben den Fraktionskollegen Kurt Fluri, FDP-SO, während der Ersatzwahl in den Bundesrat. (Bild: Keystone)
Petra Goessi, FDP-SZ, links, legt ihre Stimme in die Wahlurne neben dem Bundesratskandidaten Ignazio Cassis, FDP-TI, rechts, während der Ersatzwahl. (Bild: Keystone)
Ständerat Hannes Germann, SVP-SH, links, Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, und Fabio Regazzi, CVP-TI, rechts, posieren während der Ersatzwahl in den Bundesrat. (Bild: Keystone)
Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, rechts, wird vom interimistischen FDP-Fraktionschef Beat Walti, FDP-ZH, begrüsst während der Ersatzwahl in den Bundesrat. (Bild: Keystone)
Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, reagiert neben FDP-Präsidentin Petra Gössi, FDP-SZ, links, nach der Ankündigung der Ergebnisse des ersten Wahlgangs, während der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: Keystone)
Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, diskutiert mit Fraktionskollegen waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: Keystone)
Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, reagiert an der Seite von Petra Gössi, FDP-SZ, links, und Kurt Fluri, FDP-SO, rechts, nach der Ankündigung der Ergebnisse des ersten Wahlgangs. (Bild: Keystone)
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Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis

Mit dem FDP-Fraktionschef Ignazio Cassis stand vom ersten Tag an ein williger Kandidat zur Verfügung, dem viele auch das richtige Profil und das nötige Format attestierten.

Auch Laura Sadis und Staatsrat Christian Vitta wären ins Rennen gestiegen. Doch die Tessiner Kantonalpartei setzte alles auf die Karte Cassis. Konkurrenz bekam der Favorit der ersten Stunde jedoch aus der Westschweiz. Die Fraktion nominierte auch die Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret und den Genfer Staatsrat Pierre Maudet.

Nun hat sich die Bundesversammlung gegen die Frau, gegen den politischen Senkrechtstarter mit Regierungserfahrung und für das Tessin entschieden. Die Herkunft war von Anfang an Cassis' stärkster Trumpf gewesen.

Als Fraktionschef und Präsident der wichtigen Gesundheitskommission gilt er zwar als politisches Schwergewicht im Bundeshaus. Doch sein Leistungsausweis war nicht unumstritten: So wurde Cassis etwa für die Art kritisiert, wie er als Kommissionspräsident die Reform der Altersvorsorge begleitet hatte. Er habe seine Rolle als Fraktions- und als Kommissionspräsident vermischt, hiess es.

Cassis' Engagement als Präsident eines Krankenkassen-Verbands weckte die Befürchtung, dass er sich als Bundesrat in Interessenkonflikte verstricken könnte. Auch die fehlende Regierungserfahrung des Mediziners wurde ins Feld geführt.


Nichts Handfestes
Doch letztlich sprach nichts Handfestes gegen Cassis. Als sich die SVP vor einer Woche ausdrücklich hinter den Tessiner stellte, war bereits von einer Vorentscheidung die Rede gewesen. Die demonstrative Parteinahme der SVP löste bei Mitte-Links zwar einen gewissen Abwehrreflex aus, was Maudets gutes Abschneiden im ersten Wahlgang erklären dürfte. Um die Reihen gegen Cassis zu schliessen, reichte es aber nicht.

Ob der Tessiner Didier Burkhalter als Aussenminister beerbt, ist offen. Die Sitzung, in der die Departement verteilt werden, findet in den Tagen nach der Wahl des neuen Mitglieds statt. Das Gremium kommt nächstes Mal am Freitag zusammen. Ob die Departemente schon in dieser Sitzung verteilt werden, entscheidet Bundespräsidentin Doris Leuthard. (sda)

Den Liveticker zu den Bundesratswahlen zum Nachlesen:

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