Die Bundesratswahlen 2019: Grüne scheitern, Keller-Sutter erhält Denkzettel und Amherd fährt Rekord-Resultat ein

Die vereinigte Bundesversammlung wählt am Mittwoch den Bundesrat. Alle News, Entwicklungen und Analysen finden Sie hier in unserem Ticker.

Jürg Krebs, Kevin Capellini und Doris Kleck
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Sie stand am Mittwoch im Zentrum: Die Grüne Regula Rytz kandidierte für einen der beiden FDP-Bundesratssitze.
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Bei der Nacht der langen Messer im Hotel Bellevue wurde um die letzten Stimmen gekämpft.
Im Vergleich zu früheren Bundesratswahlen, waren die Wahlen vom 11. Dezember ruhig. Mit grossen Überraschungen rechnete kaum jemand.
Fraktionschef Balthasar Glättli versuchte die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu überzeugen, für Rytz zu stimmen.
Eine Partei stand dabei besonders im Fokus: Die GLP um Fraktionschefin Tiana Angelina Moser. Ihre Partei beschloss Stimmfreigabe.
Abgestimmt wurde jeweils in geheimer Wahl in schriftlicher Form.
Ueli Maurer (SVP), Simonetta Somaruga (SP), Alain Berset (SP) und Guy Parmelin (SVP) schafften alle die Wiederwahl problemlos.
SVP-Parteipräsident Albert Rösti freut sich über die Wiederwahl seiner beiden Bundesräte.
Bei der fünften Wahlrunde, der Wahl von Ignazio Cassis (FDP) oder Regula Rytz (Grüne) wurde es spannend. Wie viele Stimmen würde sie wohl holen?
Die Anspannung – vor allem bei den Grünen – war beinahe greifbar.
Wer wird wohl das Rennen machen? Oder kommt es zum zweiten Wahlgang? SP-Fraktionschef Roger Nordmann im Nationalratssaal.
Die Stimmen werden gezählt. Der Ablauf folgt dabei einer traditionellen Prozedur.
Es hat nicht gereicht. Die Grüne Regula Rytz erhält 82 Stimmen. Sie erreicht nicht einmal die Stimmen aller Abgeordneten der Grünen und der SP, die 83 betragen würden.
Kann dafür aufatmen: Die beiden Bundesräte von FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi wurden beide wiedergewählt.
Ständerätin Celine Vara (Grüne) und Nationalrat Pierre-Andre Page (SVP) im Gespräch.
Die Enttäuschung steht den Grünen nach der Verkündung des Wahlresultats ins Gesicht geschrieben.
Nach der Wahl schreiten die Bundesräte in den Nationalratssaal. Langer Applaus begrüsst die Magistraten. Alle Anwesenden, auch Besucher und Journalisten, müssen aufstehen.
Der Tradition entsprechend müssen die Bundesräte ihren Eid ablegen.
Bis auf Simonetta Sommaruga legen alle Bundesräte den religiösen Amtseid ab. Sommaruga legt hingegen ein neutraleres Gelübte ab, das nicht an Gott, sondern die Verfassung gebunden ist.
Die sieben Bundesräte und der Bundeskanzler werden vereidigt.
Die Freude über die Wahl ist gross: FDP-Bundesrat Ignazio Cassis.
Anstossen bei einem Glas Wein: SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga nach der Wahl.

Sie stand am Mittwoch im Zentrum: Die Grüne Regula Rytz kandidierte für einen der beiden FDP-Bundesratssitze.

Keystone